1,47-Millionen-Betrug: Tankstellenmitarbeiter stahl Lottogewinn – doch der Gewinner fehlt bis heute
Siegrid RöhrichtLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn verloren - 1,47-Millionen-Betrug: Tankstellenmitarbeiter stahl Lottogewinn – doch der Gewinner fehlt bis heute
Ein Tankstellenmitarbeiter in Grasbrunn bei München stahl einem Kunden einen Lottogewinn von 1,47 Millionen Euro aus der Spiel-77-Ziehung 2024. Der Betrug flog später auf, woraufhin der Angestellte eine Bewährungsstrafe erhielt. Der eigentliche Gewinner blieb jedoch unbekannt und hat sich bis heute nicht gemeldet.
Der Betrug begann, als der Mitarbeiter dem Kunden fälschlicherweise mitteilte, sein Los habe nicht gewonnen. Statt den Gewinn auszuhändigen, behielt er den Gewinnschein für sich. Monate später versuchte er, die 1.477.777 Euro bei der Lottozentrale einzufordern.
Der Plan scheiterte, weil der Mitarbeiter in derselben Filiale arbeitete, in der das Los ursprünglich abgegeben worden war. Lottobeamte stellten fest, dass Angestellte auf den Tickets eindeutige Registriernummern hinterlassen – ein Detail, das der Betrüger übersehen hatte. Diese Ungereimtheit führte zu seiner Überführung.
Trotz der Verurteilung konnte der ursprüngliche Gewinner nicht ermittelt werden. Die Überwachungsaufnahmen waren gelöscht worden, und das Los war anonym gespielt worden. Bisher hat sich der rechtmäßige Empfänger des Gewinns nicht öffentlich gemeldet oder Anspruch erhoben.
Der Tankstellenmitarbeiter erhielt eine 15-monatige Bewährungsstrafe wegen Betrugs. Ohne das Original-Los bleibt das Preisgeld unausgezahlt. Der Fall zeigt die Risiken anonymer Spielteilnahme und die Bedeutung einer sicheren Ticketprüfung.






