16 February 2026, 19:58

18-jährige Abiturientin aus Afghanistan droht Abschiebung trotz Integration in Brandenburg

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien, das die Anzahl der Menschen hervorhebt, die vor innerer Gewalt fliehen, begleitet von Text und Grafiken, die weitere Informationen zum Thema liefern.

Kritik an der Abschiebungsdrohung für junge afghanische Frau - 18-jährige Abiturientin aus Afghanistan droht Abschiebung trotz Integration in Brandenburg

Eine 18-jährige afghanische Frau in Brandenburg droht abgeschoben zu werden, nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Die SPD-Abgeordnete Annemarie Wolff hat sich ihrer Falls angenommen und argumentiert, die Frau habe sich in Deutschland ein Leben aufgebaut. Der Streit dreht sich nun um die Zentrale Ausländerbehörde Brandenburgs, die die Entscheidung derzeit überprüft.

Die Frau, eine Abiturientin aus Templin in der Uckermark, hatte zunächst mit ihrem Folgeasylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Ablehnung als unzulässig erhalten. Die Behörden erwogen zunächst, sie nach Griechenland zu bringen, wo sie einen geschützten Status besitzt. Bisher wurden jedoch keine Abschiebemaßnahmen eingeleitet.

Wolff hat sich öffentlich gegen den BAMF-Beschluss ausgesprochen und betont, die Frau sei gut integriert und bereichere die Region positiv. Sie forderte eine strengere Prüfung solcher Fälle und pochte darauf, dass individuelle Entscheidungen statt pauschaler Regelungen getroffen werden müssten. Das Innenministerium hat bisher keine Abschiebetermine festgesetzt, sodass der Fall in der Schwebe bleibt.

Die Zentrale Ausländerbehörde Brandenburgs prüft den Sachverhalt nun erneut. Durch Wolffs Einsatz ist die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen gerichtet, vor denen junge Frauen stehen, die in Deutschland Wurzeln geschlagen haben, aber weiterhin unter den aktuellen Bestimmungen von Abschiebung bedroht sind.

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Das Ergebnis dieser Überprüfung wird entscheiden, ob die Frau in Brandenburg bleiben darf. Derzeit bleibt ihre Zukunft ungewiss, da keine unmittelbare Abschiebung geplant ist. Der Fall wirft erneut die anhaltende Debatte über Asylpolitik und die Integration von Frauen auf, die sich in lokalen Gemeinden ein Leben aufgebaut haben.