AfD in Sachsen-Anhalt zerrissen: Machtkampf vor der Landtagswahl 2026
Oliver LinkeAfD in Sachsen-Anhalt zerrissen: Machtkampf vor der Landtagswahl 2026
Druck auf die AfD in Sachsen-Anhalt wächst: Interne Konflikte vor der Landtagswahl 2026
In der AfD Sachsen-Anhalt mehren sich die Spannungen im Vorfeld der Landtagswahl 2026. Rund 150 Mitglieder des Landesverbands haben einen Antrag unterzeichnet, der eine außerordentliche Parteiversammlung fordert. Ziel ist es, die wachsenden Konflikte zu bereinigen und die Einheit der Partei vor der Wahl wiederherzustellen.
In dem Antrag wird eine vollständige Konferenz verlangt, um Verantwortlichkeiten zu klären und den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zu stützen. Die Unterzeichner argumentieren, dass nur ein Treffen in diesem Rahmen die Streitigkeiten beilegen und die Position der Partei stärken könne. Zudem schlagen sie eine offene Debatte über aktuelle Vorwürfe sowie die Einrichtung eines Ethikausschusses vor, der interne Konflikte regeln soll.
Hinter der Initiative stehen tiefe Gräben innerhalb des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt. Die Mitglieder fordern mehr Mitsprache bei Entscheidungen, insbesondere zu den Regeln für Stellen in Fraktionen und Abgeordnetenbüros. Allerdings erfordert die Einberufung einer solchen Konferenz die Unterstützung von mindestens vier Kreisverbänden – bloße Unterschriften reichen nicht aus.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Landesführung auf die Forderungen eingeht. Wie die Partei mit der Krise umgeht, könnte ihre Stabilität und Glaubwürdigkeit im Wahlkampf entscheidend prägen.
Die Unterzeichner hoffen, dass diese Maßnahmen die Partei stabilisieren und ihre Chancen 2026 verbessern. Ein Ethikausschuss und klarere interne Regeln könnten helfen, Konflikte zu lösen und die Strategie zu vereinen. Der Ausgang hängt davon ab, ob die Führung die Bedenken der Mitglieder aufgreift – oder riskiert, die Spaltung weiter zu vertiefen.






