AfD-Veranstaltung in Bad Dürkheim: Mehr Protest als Zustimmung für Alice Weidel
Oliver Linke1.000 Menschen demonstrieren gegen AfD - AfD-Veranstaltung in Bad Dürkheim: Mehr Protest als Zustimmung für Alice Weidel
Eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Bad Dürkheim zog am Wochenende weniger Unterstützer als Protestierende an. Rund 600 Menschen nahmen an der alice weidel-Veranstaltung in der Salierhalle teil, während sich draußen etwa 1.000 Gegner versammelten. Die Demonstration begann mit einem "Marktplatz der Demokratie", organisiert von lokalen Gruppen, die sich für Vielfalt und Toleranz einsetzen.
Die AfD hatte die Kundgebung mit den parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie den Regionalpolitikern Philipp Pogoda und Jan Bollinger angekündigt. Chrupalla erschien jedoch nicht, während Weidel vor Ort war. Beide Spitzenkandidaten hatten bereits am Vorabend am offiziellen Wahlkampfauftakt der Partei in Idar-Oberstein teilgenommen.
Draußen versammelten sich die Demonstranten unter Transparenten wie "Aktionsbündnis für Vielfalt und Toleranz" und "Die Pfalz bleibt bunt". Die Stimmung blieb friedlich, es gab keine Berichte über Zwischenfälle. Die Polizei bestätigte, dass es im Zusammenhang mit der Demonstration keine veranstaltungen gab. In nachträglichen Berichten blieb unklar, ob für Chrupallas Abwesenheit Ersatzredner einsprangen. Offizielle Quellen nannten keine weiteren Teilnehmer neben Weidel, sodass die endgültige Besetzung der veranstaltungen ungewiss bleibt.
Die Kundgebung zeigte einen deutlichen Kontrast zwischen Anhängern und Gegnern. Mit fast doppelt so vielen Protestierenden wie Besuchern unterstrich die alice weidel-Veranstaltung den lokalen Widerstand gegen die AfD. Organisatoren beider Seiten meldeten keine größeren Störungen während der Zusammenkunft.