Apotheker protestieren gegen mangelnde Anerkennung trotz GKV-Überschusses von 3,5 Milliarden Euro
Apotheker protestieren gegen mangelnde Anerkennung trotz GKV-Überschusses von 3,5 Milliarden Euro
Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro – Apotheker fühlen sich übergangen
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland verbuchte im Jahr 2022 einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro. Dennoch kritisieren Apothekeninhaber die Bundesregierung scharf, weil diese ihren Beitrag zur Erzielung dieser Mittel nicht ausreichend würdige. Erst kürzlich richtete ein Apotheker einen Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken (parteilos), in dem er seine Frustration über die mangelnde Unterstützung für den Sektor zum Ausdruck brachte.
In den vergangenen fünf Jahren stieg die feste Apothekengebühr pro Rezept von 4,38 Euro auf 5,12 Euro. Diese schrittweise Erhöhung erfolgte im Zuge der Änderungen durch die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreG) und das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz 2025 (SHVSG). Die Anpassungen umfassten zudem eine Gesamtsteigerung der Gebühr um 17 Prozent, eine Erhöhung der Patientenzuzahlung von 5 auf 5,80 Euro sowie eine neue Digitalisierungsabgabe in Höhe von 0,50 Euro, die 2025 mit dem Digitalen-Versorgung-Gesetz (DVG) eingeführt wurde.
Frank-Martin Welzig, selbst Apothekeninhaber, wirft der Regierung vor, die Leistungen des Sektors zu ignorieren. In seinem Schreiben an Gesundheitsministerin Warken bezeichnete er den aktuellen Entwurf für das Apothekenreformgesetz als "Schlag ins Gesicht", da dieser keine weitere Erhöhung der Festgebühr vorsieht. Welzig verwies zudem auf den zusätzlichen Arbeitsaufwand, dem Apotheken durch Rabattverträge und häufige Medikamentenwechsel ausgesetzt sind – Faktoren, die oft zu Unzufriedenheit bei den Patienten führen.
Unterdessen argumentiert der GKV-Spitzenverband, der Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, dass der Überschuss von 3,5 Milliarden Euro nicht ausreiche, um die Rücklagen vollständig aufzufüllen. Diese Position steht im Widerspruch zu Welzigs Forderung, Apotheken müssten für ihre Rolle bei der Stabilisierung des Systems stärker finanziell anerkannt werden.
Der Streit offenbart die Spannungen zwischen Apotheken und dem Krankenversicherungssystem. Zwar gab es moderate Erhöhungen der Festgebühr, doch die Inhaber betonen, dass ihre finanziellen und betrieblichen Belastungen weiterhin ungelöst bleiben. Die nächsten Schritte der Regierung beim Reformvorhaben werden zeigen, ob weitere Anpassungen zugunsten des Sektors vorgenommen werden.
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