„Asterix in Lusitanien“: Warum ein römischer Zenturio wie Boris Pistorius aussieht
Siegrid RöhrichtWarum Boris Pistorius in der neuen 'Asterix'-Geschichte eine Rolle spielt - „Asterix in Lusitanien“: Warum ein römischer Zenturio wie Boris Pistorius aussieht
Der neueste Asterix-Band, Asterix in Lusitanien, präsentiert einen römischen Zenturio namens Pistorius – ein Name, den auch Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius trägt. Das am 23. Oktober 2025 erschienene Album führt die Tradition der Reihe fort, politische Karikaturen mit spielerischer Leichtigkeit einzubauen.
Die Figur, die im französischen Original Nouvelopus heißt (abgeleitet von "neues Projekt"), war ursprünglich als Hommage an den britischen Komiker Ricky Gervais entworfen worden. Doch in der finalen Version zeigt sie eine auffällige Ähnlichkeit mit dem deutschen Minister. Übersetzer Klaus Jöken gab zu, dass die Ähnlichkeit überraschend sei, betonte jedoch, dass es sich nicht um eine gezielte politische Stichelei handle.
Asterix-Comics haben schon immer Prominente parodiert. Frühere Bände nahmen sich Politiker wie Laurent Fabius oder Silvio Berlusconi auf die Schippe. Dieser 41. Teil, geschrieben von Fabcaro und illustriert von Didier Conrad, hält diese Tradition aufrecht. Die Serie selbst entstand 1959, als René Goscinny und Albert Uderzo die unbesiegbaren Gallier Asterix und Obelix erfanden. Über sechs Jahrzehnte später verbinden die Comics noch immer Humor mit subtilen Anspielungen auf die zeitgenössische Kultur.
Asterix in Lusitanien schreibt die Erfolgsgeschichte der Reihe fort, die Satire mit Abenteuer verbindet. Zwar weckt die Pistorius-Figur Neugier, doch die Macher versichern, dass alles in bester Absicht und mit Augenzwinkern gemeint ist. Der Band ist ab sofort im Buchhandel und online erhältlich.