19 February 2026, 09:35

Aus Amerikaner wird Grönländer: Eine Bäckerei macht mit Umbenennung von sich reden

Ein Blatt Papier mit einer handgezeichneten Karte von Skandinavien und einer Gruppe von Menschen sowie begleitendem Text.

Lüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Aus Amerikaner wird Grönländer: Eine Bäckerei macht mit Umbenennung von sich reden

Eine kleine Bäckerei in Lüneburg sorgt bundesweit für Aufsehen, indem sie ihre beliebten zuckerglasierten Teilchen umtauft. Jahrzehntelang als Amerikaner bekannt, firmieren die Süßspeisen nun auf den Kassenbons als Grönländer – eine scherzhafte Anspielung auf den Vorschlag des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, Grönland im Jahr 2019 kaufen zu wollen. Die Umbenennung durch die De Heidbäcker GmbH verbindet Humor mit politischer Solidarität.

Die Idee stammte von Geschäftsführer Jannik Harms, der den Schritt als gelungene Mischung aus spielerischem Protest und kreativem Marketing beschreibt. Wer einen Amerikaner bestellt, erhält nach wie vor dasselbe runde, glasierte Gebäck – doch auf der Rechnung steht nun der neue Name. Die Bäckerei betont, dass die Umbenennung so lange Bestand haben soll, wie das US-Interesse an einem Kauf Grönlands Thema bleibt.

Die Herkunft der Teilchen selbst ist ungeklärt. Manche Theorien führen den Namen auf ein früher verwendetes Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit alten Soldatenhelmen. Unabhängig vom Ursprung zählt der Amerikaner seit Langem zum Standardangebot deutscher Bäckereien.

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Die öffentliche Reaktion fällt durchweg positiv aus. Unterstützungsbekundungen kommen aus dem ganzen Land, sogar ein Kunde aus Prag lobte die symbolische Geste. Trotz des medialen Echos gab es bisher keine offizielle Stellungnahme aus Dänemark oder der dortigen Regierung zur Umbenennung.

Seit der Änderung steigen die Verkaufszahlen – ein Beweis für den kommerziellen Erfolg der Aktion. Mit ihrer Mischung aus Witz und politischem Statement hat die Bäckerei aus einem simplen Gebäck ein Symbol europäischer Einheit gemacht. Vorerst bleibt der Grönländer also auf der Speisekarte – und auf den Kassenbons –, solange Grönland in den Schlagzeilen bleibt.