Bahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung wird auf zwei Phasen verteilt – doch Kritik bleibt
Dörthe ScheuermannBahnstrecke München–Rosenheim: Sanierung wird auf zwei Phasen verteilt – doch Kritik bleibt
Die Deutsche Bahn hat ihre Sanierungspläne für die Bahnstrecke München–Rosenheim, eine der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer sechmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Güterverkehrsunternehmen und Bedenken wegen längerer Behinderungen im Bahnbetrieb.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April, wobei die Fernverkehrsgleise für acht Wochen gesperrt werden. In dieser Zeit werden Fernzüge umgeleitet, während Regionalverbindungen durch Busse ersetzt werden. Der Verband der Güterbahnunternehmen (VDV) hat bereits Widerspruch eingelegt und argumentiert, dass sich die Gesamtstillstandszeit durch die beiden Sperrphasen auf 24 Wochen summiert – und damit länger ausfällt als die ursprünglich geplanten 22 Wochen durchgehender Sperrung.
Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbands, forderte die Einrichtung von eingleisigen Baustellen sowie frühzeitige Aufrüstungen alternativer Strecken. Zudem kritisierte er, dass die Güterverkehrsunternehmen bei der Überarbeitung der Pläne nicht konsultiert worden seien.
Die zweite Phase ist für das erste Halbjahr 2031 vorgesehen. In diesem Abschnitt sollen Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert werden. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet, um Sicherheit und Effizienz zu steigern.
Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen auf Fahrgäste und Güterverkehr insgesamt zu verringern. Allerdings bedeutet der verlängerte Bauzeitraum, dass es nun in zwei verschiedenen Jahren zu Einschränkungen kommen wird. Die Deutsche Bahn betont, dass der phasenweise Ansatz einen reibungsloseren Betrieb während der Modernisierungsarbeiten ermöglichen werde.






