01 January 2026, 01:07

Bätzings Hoffnungsschub: Warum die katholische Kirche wieder Zuversicht fasst

Menschen mit einem Kreuz in einer Kathedrale, mit Türen links und rechts und Blumen und dekorativen Elementen im Hintergrund.

Bischöflicher Aufruf: Mehr ermutigende Geschichten - Bätzings Hoffnungsschub: Warum die katholische Kirche wieder Zuversicht fasst

Limburger Bischof Georg Bätzing hat die katholische Kirche aufgefordert, sich stärker auf positive Entwicklungen zu konzentrieren. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der viele Menschen sich von Nachrichten abwenden, weil diese ihr Wohlbefinden beeinträchtigen. Aktuelle Umfragen und Initiativen zeigen nun ermutigende Trends innerhalb der Glaubensgemeinschaft.

Eine deutsche Studie ergab, dass mehr als die Hälfte der jungen Katholiken in der Kirche bleiben würde. Dieses Ergebnis steht im Kontrast zu den allgemeinen Sorgen über sinkende Mitgliederzahlen. Unterdessen ist in Frankreich die Zahl der Erwachsenen, die sich taufen lassen, stark angestiegen – ein Zeichen für erneuertes Interesse am Glauben.

Bätzing verwies auf ein von der katholischen Kirche unterstütztes Flüchtlingshilfeprogramm als Beispiel für positive Wirkung. Ehrenamtliche in dieser Initiative helfen jungen Geflüchteten, eine duale Berufsausbildung abzuschließen. Alle Teilnehmer haben inzwischen einen festen Arbeitsplatz; die Absolventen arbeiten etwa als Diätassistenten oder Busfahrer. Der Bischof schlug zudem vor, die katholische Kirche solle einen frühchristlichen Ansatz zur Messung von Wachstum übernehmen. Statt Verluste zu dokumentieren, solle man neue Mitglieder von der Basis aus zählen. Dieser Perspektivwechsel, so seine Argumentation, spiegle die anhaltenden gesellschaftlichen Beiträge der katholischen Kirche besser wider.

Die Initiativen und Umfrageergebnisse deuten auf eine hoffnungsvollere Zukunft für die katholische Kirche hin. Flüchtlingsförderprogramme haben zu stabiler Beschäftigung für die Teilnehmenden geführt. Gleichzeitig zeigen steigende Taufzahlen in Frankreich und die beständige Bindung junger deutscher Katholiken an den Glauben, dass die Verbindung zur Religion nach wie vor lebendig ist.