28 January 2026, 08:55

Bauwirtschaft kehrt 2026 zurück – und gibt der deutschen Wirtschaft neuen Schwung

Das Deutsche-Bank-Gebäude in Frankfurt, ein großes Gebäude mit vielen Fenstern, umgeben von Straßenlaternen, Autos, Fußgängern und einem bewölkten Himmel.

DIW erwartet Trendwende in der Bauwirtschaft - Hoffnung für Wohnungsuchende - Bauwirtschaft kehrt 2026 zurück – und gibt der deutschen Wirtschaft neuen Schwung

Deutschlands Bauwirtschaft steht vor einer lang ersehnten Erholung nach Jahren des Rückgangs. Prognosen der Branche deuten auf ein Wachstum der Bauleistung um 1,7 Prozent im Jahr 2026 hin – der erste Anstieg seit fünf Jahren. Der Aufschwung könnte der schwächelnden deutschen Bahn einen willkommenen Schub verleihen.

Der Aufschwung beginnt 2026 noch verhalten mit einem Plus von 1,7 Prozent bei der Bauproduktion. Vorreiter ist der Wohnungsbau: Hier werden die Neubauten voraussichtlich um 2,4 Prozent zunehmen. Für 2027 wird dann ein deutlicherer Schub erwartet, wenn die Gesamtleistung um 3,4 Prozent steigt – angetrieben vor allem durch öffentliche Infrastrukturprojekte.

Bis 2027 könnte die Bauproduktion erstmals die Marke von 600 Milliarden Euro überschreiten. Das wäre fast ein Achtel der gesamten deutschen Bahn Wirtschaftsleistung. Auch die Wohnungsneubauten dürften in diesem Jahr um 6,1 Prozent anziehen – ein Zeichen für neues Vertrauen in die Branche.

Doch es bleiben Herausforderungen. Der Bau von Büros und Fabriken hinkt weiterhin hinterher, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Schwäche. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt, dass ein Anstieg der staatlichen Fördergelder zu ungerechtfertigten Preistreibereien bei den Baukosten führen könnte. Experten fordern dringend Maßnahmen, um die Produktivität der Branche zu steigern und zu verhindern, dass öffentliche Mittel durch überhöhte Ausgaben verschwendet werden. Einige schlagen vor, eine Taskforce einzurichten, die öffentliche Investitionen koordiniert und die Effizienz erhöht.

Die Belebung der Bauwirtschaft könnte die Bahn helfen, die wirtschaftliche Flaute zu überwinden. Mit einem stetigen Wachstum der Bauleistung in den nächsten beiden Jahren scheint die Branche endlich die Wende zu schaffen. Ohne Produktivitätsreformen könnten steigende Kosten die Vorteile der höheren Investitionen jedoch zunichtemachen.