16 March 2026, 10:41

Behrens fordert mehr Eigenverantwortung der Fans vor Hannover-Derby

Ein Fussballspiel im Gange mit Spielern in Sportbekleidung und Helmen auf dem Feld, Zuschauern, Gel"andern und Texttafeln im Hintergrund.

Innenministerin: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Behrens fordert mehr Eigenverantwortung der Fans vor Hannover-Derby

Vor dem Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig hat Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens zu härterem Vorgehen gegen fußballbezogene Gewalt aufgerufen. Sie fordert die Fangruppen auf, selbst Verantwortung zu übernehmen und Aggressionen in den eigenen Reihen zu bekämpfen, bevor Politiker und Fußballverbände eingreifen müssen.

Das mit Spannung erwartete Stadtderby beginnt am Freitagabend um 18:30 Uhr in der Landeshauptstadt. Behrens betont, dass Gewalt in der Fankultur keinen Platz habe, und erwartet von jedem Stadionbesucher, dies zu verstehen. Wiederholt hat sie sich für strengere Sicherheitsvorkehrungen bei Risikospielen ausgesprochen – eine Haltung, die sie bei manchen Anhängern unbeliebt macht.

Kritik übt die Ministerin an der derzeitigen Praxis, auf massive Polizeieinsätze zu setzen. Bis zu 2.000 Beamte für ein einziges Spiel einzusetzen, hält sie für nicht tragbar. Während andere Großveranstaltungen oder Festivals oft ohne solchen Aufwand auskommen, erfordern Fußballspiele häufig eine überproportionale Polizeipräsenz – ein Zustand, den Behrens ändern will. Ihr Ziel ist es, die sichtbare Polizeipräsenz in den Stadien zu verringern und die Verantwortung für die Sicherheit stärker auf die Fangruppen selbst zu verlagern.

Die Ministerin macht deutlich: Falls es den Fans nicht gelingt, gewalttätiges Verhalten einzudämmen, werden weitere Maßnahmen von Politik und Fußballverbänden folgen. Sie fordert einen Mentalitätswandel und ruft die Fangemeinden auf, Störenfriede aktiv aus den eigenen Reihen auszuschließen.

Behrens' Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Stimmung vor dem Lokalderby zunehmend gereizter wird. Die Fangruppen stehen nun unter Druck, sich selbst zu regulieren – andernfalls drohen schärfere externe Kontrollen. Das Ergebnis könnte die Sicherheitskonzepte für künftige Risikospiele in Niedersachsen grundlegend verändern.

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