Berlin beherrscht den Sport – nur der Fußball bleibt eine schwache Stelle
Dörthe ScheuermannBerlin beherrscht den Sport – nur der Fußball bleibt eine schwache Stelle
Berlin dominiert den deutschen Sport – nur nicht im Fußball
Die Hauptstadt stellt in dieser Saison die besten Teams in Eishockey, Volleyball, Handball und Basketball. Doch trotz dieser Erfolge bleibt Berlin im Fußball ohne Spitzenplätze.
Der jüngste Triumph gelang im Volleyball, wo die BR Volleys ihre zehnte Meisterschaft in Folge errangen. Ihr Sieg in Lüneburg verfolgten rund 50 mitgereiste Fans. Unterdessen erreichte die Handballmannschaft der Füchse Berlin das Halbfinale der Champions League und gewann nur drei Wochen zuvor den DHB-Pokal.
Auf dem Eis holte Berlins Eishockeyteam in den letzten sechs Jahren fünfmal den nationalen Titel. Auch die Basketballer von Alba Berlin führen die Bundesliga an und bereiten sich auf die Playoffs vor. Diese Kontinuität ist das Ergebnis langfristiger Führung – einige Trainer begleiten ihre Mannschaften seit über zwei Jahrzehnten.
Im Fußball sieht die Bilanz jedoch anders aus. Hertha BSC gewann seinen letzten Meistertitel 1931 – fast 95 Jahre her. Selbst Union Berlin, mittlerweile in der ersten Liga, sicherte den Klassenerhalt erst durch das Unentschieden Wolfsburgs in Freiburg. Die Bundesliga bleibt die einzige große europäische Liga, in der die Hauptstadt keinen Fußball-Einfluss hat.
Berlins sportliche Erfolge erstrecken sich über mehrere Disziplinen, mit wiederholten Triumphen in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey. Doch der Fußball bleibt die Ausnahme – die Vereine der Stadt können ihre Dominanz in anderen Sportarten hier nicht wiederholen. Dieser Kontrast zeigt eine einzigartige Lücke in der deutschen Sportlandschaft.






