Berlin genehmigt fast alle Einbürgerungen – wie das LEA 95 % der Anträge durchwinkt
Siegrid RöhrichtEiner von 20 Einbürgerungsanträgen in Berlin abgelehnt - Berlin genehmigt fast alle Einbürgerungen – wie das LEA 95 % der Anträge durchwinkt
Berlin hat die Einbürgerung für Ausländer erleichtert, indem es die Verfahren beschleunigt und Bürokratie abgebaut hat. Im Jahr 2025 genehmigte die Stadt nahezu alle Anträge – die Erfolgsquote lag bei 95,1 %. Die Änderungen folgen darauf, dass das Landesamt für Einwanderung (LEA) 2024 die volle Kontrolle über den Prozess übernahm und damit ein zersplittertes System durch eine zentrale Lösung ersetzte.
Das LEA bearbeitete im vergangenen Jahr 39.034 Einbürgerungen in Berlin. Nur 4,9 % der Anträge wurden abgelehnt, meist wegen fehlender Angaben, gefälschter Dokumente oder widersprüchlicher Aussagen. Fälle von Betrug werden den Behörden zur weiteren Verfolgung gemeldet.
Um die Arbeitslast zu bewältigen, wurde der Personalbestand fast verdoppelt. Zudem hat die Behörde die meisten Verfahren digitalisiert und so die Notwendigkeit persönlicher Beratungstermine abgeschafft. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Genehmigungsquoten höher ausfallen als in den Vorjahren.
Bundesweite Zahlen zu den Einbürgerungsanträgen 2025 liegen noch nicht vor. Zwar wurden 2024 deutschlandweit über 290.000 Einbürgerungen vollzogen, doch bisher wurden nur lokale Daten veröffentlicht – etwa die 39.034 Fälle in Berlin oder 639 in einer kleineren Region.
Das vereinfachte System in Berlin führt zu schnelleren Entscheidungen und weniger Ablehnungen. Mit mehr Personal und digitalen Werkzeugen bearbeitet das LEA Anträge nun effizienter. Die Reformen sind Teil einer größeren Initiative, um die Einbürgerung für anspruchsberechtigte Bewohner zu erleichtern.






