07 June 2026, 00:31

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch das Tempelhofer Feld spaltet die Gemüter

Stadtwerke streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch das Tempelhofer Feld spaltet die Gemüter

Berlin plant in den kommenden zehn Jahren einen massiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt werden ihren Bestand bis 2030 um 56.000 Wohnungen aufstocken. Mit diesem Wachstum sollen bezahlbare Wohnungen für rund 120.000 Bewohner geschaffen werden – in einer Stadt, die mit einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum konfrontiert ist.

Durch die Expansion wird sich die Gesamtzahl der von diesen Unternehmen verwalteten Wohnungen von derzeit 408.000 auf 440.000 erhöhen. Der Großteil der neuen Wohnungen entsteht durch Neubauprojekte. Bis 2035 soll die Zahl weiter auf knapp 465.000 steigen.

Ein zentraler Diskussionspunkt ist das Tempelhofer Feld, eine große Freifläche in der Stadt. Ein Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht vor, am Rand des Geländes 21.400 Wohnungen zu errichten. Dieser Plan würde die im Tempelhofer-Feld-Gesetz vorgeschriebenen 200 Hektar Wiesenland erhalten.

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner unterstützt die Idee, an den Rändern des Feldes Wohnraum zu entwickeln. Der Schritt steht im Einklang mit den umfassenderen Bemühungen, den Wohnungsmangel in der Stadt zu bekämpfen, ohne den Schutz von Grünflächen zu vernachlässigen.

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Der Wohnungsbauoffensive entspricht ein Anstieg des öffentlichen Wohnungsbestands um etwa 14 Prozent bis 2030. Sollte der Vorschlag für das Tempelhofer Feld genehmigt werden, könnte er maßgeblich zu diesem Ziel beitragen. Die Pläne würden die offenen Flächen bewahren und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum für die wachsende Bevölkerung Berlins schaffen.

Quelle