17 June 2026, 18:00

Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt

Beschuldigung von Betrug: Polizist soll Beförderung durch manipulierte Sportmarke erlangt haben

Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt

Ein 31-jähriger Berliner Polizist muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten, nachdem er angeblich ein gefälschtes Sportabzeichen genutzt haben soll, um eine Beförderung zu erschleichen. Der Fall umfasst mehrere Täuschungshandlungen, darunter gefälschte Dokumente und falsche Angaben über Arbeitsunfähigkeit.

Im Jahr 2020 reichte der Beamte einen Nachweis über den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens in Gold ein – eine Qualifikation, die er nie erlangt hatte. Auf Grundlage dieser Fälschung wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung. Bis Mai 2026 hatte dieser Betrug allein zu unrechtmäßigen Zahlungen in Höhe von etwa 11.600 Euro geführt.

Dem Polizisten wird zudem vorgeworfen, im Jahr 2020 an zwei verschiedenen Zeitpunkten vorgetäuscht zu haben, dienstunfähig zu sein. Diese falschen Angaben verursachten zusätzliche Verluste von rund 7.700 Euro für die Berliner Polizei.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt etwa 19.300 Euro für beide Fälle falscher Ansprüche. Ihm drohen drei Anklagepunkte wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor dem Amtsgericht Tiergarten. Die Berliner Polizei hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.

Durch sein Handeln hat der Beamte der Polizei nicht nur finanzielle Schäden zugefügt, sondern muss auch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Der Prozess wird über die Betrugsvorwürfe und die Forderung nach Rückerstattung entscheiden.

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