Berliner schlagen Alarm: Pflegeversorgung am Limit – 61 Prozent unzufrieden
Mehrheit in Berlin gibt Pflege schlechte Noten - Berliner schlagen Alarm: Pflegeversorgung am Limit – 61 Prozent unzufrieden
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Sorgen über die Pflegeversorgung in Berlin. Mehr als 60 Prozent der Einwohner bezeichnen die aktuelle Situation als unzureichend, viele fürchten eine weitere Verschlechterung. Die Ergebnisse stammen aus einer Studie der DAK-Gesundheit, einer der größten Krankenkassen Deutschlands, die in der Hauptstadt 260.000 Menschen versichert.
Laut der Erhebung bewerten 61 Prozent der Berliner das Pflegesystem der Stadt als 'nicht gut' oder 'überhaupt nicht gut'. Weitere 46 Prozent gehen davon aus, dass sich die Bedingungen in den nächsten zehn Jahren verschlechtern werden. Die Kosten stellen ein zentrales Problem dar: 63 Prozent nennen hohe Ausgaben – insbesondere für stationäre Pflege – als größte Hürde.
Auch der Personalmangel gehört zu den drängendsten Sorgen. Ebensoviele Befragte (63 Prozent) sehen den Mangel an qualifizierten Pflegekräften als kritische Herausforderung. Gleichzeitig priorisieren 82 Prozent der Teilnehmer die Forderung, Pflege für alle bezahlbar zu machen, als vordringlichstes Ziel.
Bundesweit hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen seit 2014 auf 5,6 Millionen fast verdoppelt. Ob sich in Berlin in den letzten fünf Jahren ähnliche Trends abzeichnen, bleibt unklar. Faktoren wie die alternde Bevölkerung und die Politik zur häuslichen Pflege könnten jedoch eine Rolle spielen. Volker Röttsches, Regionalchef der DAK-Gesundheit, fordert nun umfassende Reformen, um das System der Pflegeversicherung grundlegend umzugestalten.
Die Umfrage zeigt eine breite Unzufriedenheit mit dem Berliner Pflegesystem. Hohe Kosten und Personalengpässe sind die größten Sorgen, während die Mehrheit der Bürger mehr Bezahlbarkeit einfordert. Die Rufe nach Reformen werden lauter, da das System durch demografische Veränderungen und eine steigende Nachfrage zunehmend unter Druck gerät.
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