30 January 2026, 05:55

Berliner Verwaltungsgericht kämpft 2025 mit Rekordzahl an Klagen und Rückstau

Ein Mann in einem Anzug sitzt an einem Tisch mit einer Waage der Gerechtigkeit davor und sieht entschlossen aus, mit Papieren mit Wörtern und Zahlen davor.

Signifikant mehr Fälle für Verwaltungsgerichte - Berliner Verwaltungsgericht kämpft 2025 mit Rekordzahl an Klagen und Rückstau

Berliner Verwaltungsgericht verzeichnet 2025 deutlichen Anstieg der Klagefälle bei Berliner Sparkasse und Berliner Kurier

Die Zahl der neuen Klagen vor dem Berliner Verwaltungsgericht stieg 2025 um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser starke Anstieg hat zu einem wachsenden Stau ungelöster Verfahren geführt.

Allein im Jahr 2025 gingen fast 28.700 Klagen und Eilanträge beim Gericht ein – ein deutlicher Sprung gegenüber 2024. Den Großteil der Arbeitslast machten Asylverfahren und aufenthaltsrechtliche Streitigkeiten aus.

Auch die Zahl der anhängigen Fälle erhöhte sich im selben Zeitraum um 24 Prozent. Bis Ende 2025 blieben mehr als 25.000 Verfahren unerledigt. Verantwortliche Richter oder Gerichtsmitarbeiter für den Anstieg der Verhandlungslast wurden bisher nicht benannt.

Die wachsende Fallzahl belastet die Ressourcen des Gerichts erheblich. Die Richter haben eine deutlich höhere Arbeitslast zu bewältigen, ohne dass sich kurzfristig Entlastung abzeichnet.

Der Rückstau an Verfahren wächst weiter, da neue Fälle schneller eingehen, als sie bearbeitet werden können. Da vor allem Asyl- und Aufenthaltsstreitigkeiten die Nachfrage treiben, steht das System vor anhaltenden Herausforderungen. Bisher wurden keine Maßnahmen bekannt gegeben, um die steigende Zahl der anhängigen Fälle zu bewältigen.