Berühmte Musiker leben kürzer – Studie enthüllt erschreckende Risiken des Ruhms
Hubertus CasparBerühmte Musiker leben kürzer – Studie enthüllt erschreckende Risiken des Ruhms
Eine neue Studie zeigt, dass berühmte Sängerinnen und Sänger ein höheres Risiko haben, früh zu sterben, als ihre weniger bekannten Kolleginnen und Kollegen. Forscher der Universität Witten/Herdecke in Deutschland fanden heraus, dass bekannte Musikerinnen und Musiker im Durchschnitt fast fünf Jahre kürzer leben als solche mit geringer Bekanntheit. Die Ergebnisse belegen zudem ein um 33 Prozent erhöhtes Sterberisiko für Personen im Rampenlicht.
Die von der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke durchgeführte Untersuchung verglich die Lebenserwartung berühmter und weniger bekannter Musikerinnen und Musiker. Demnach erreichten bekannte Künstlerinnen und Künstler durchschnittlich ein Alter von 75,19 Jahren, während ihre weniger prominenten Kolleginnen und Kollegen im Schnitt 79,75 Jahre alt wurden. Diese Differenz entspricht einer um 4,6 Jahre geringeren Lebenserwartung.
Die Studie unterstreicht zudem die Gefahren extremer Berühmtheit: Musikerinnen und Musiker mit großer öffentlicher Anerkennung wiesen ein um 33 Prozent höheres Risiko auf, früher zu sterben als solche, die weitgehend unbekannt blieben. Die Ursachen wurden nicht näher spezifiziert, doch die Forscher verwiesen auf die Belastungen des Prominentendaseins. Die Ergebnisse bestätigen den lang bestehenden Mythos des '27er-Clubs' – einer Gruppe ikonischer Musikerinnen und Musiker, die mit oder um das 27. Lebensjahr starben, darunter Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Zwar konzentrierte sich die Studie nicht speziell auf dieses Phänomen, doch sie verstärkt die Sorgen über die gesundheitlichen Risiken, die mit Ruhm einhergehen.
Die Forschungsergebnisse belegen, dass Berühmtheit in der Musikbranche messbare Auswirkungen auf die Lebensdauer hat. Berühmte Sängerinnen und Sänger leben im Durchschnitt kürzer und tragen ein höheres Sterberisiko als ihre weniger bekannten Kolleginnen und Kollegen. Die Studie liefert damit wichtige Impulse für die anhaltende Debatte über die Folgen von Prominenz auf die Gesundheit.