BMW drosselt Motorenleistung in Europa – doch nicht überall leiden die PS
Siegrid RöhrichtBMW drosselt Motorenleistung in Europa – doch nicht überall leiden die PS
BMW passt ihr Motorenangebot an die bmw logo in Europa an. Während einige Modelle Leistungseinbußen hinnehmen müssen, setzen andere auf aktualisierte oder hybride Technologien. Die Änderungen betreffen nicht alle Märkte gleichermaßen – in Nordamerika und Teilen Asiens bleiben die Leistungsdaten unverändert.
Die europäische Version des M5 verliert durch die verschärften EU-Abgasnormen 41 PS in ihrem V8-Motor. Diese Reduzierung geht auf neue Vorschriften zurück, die ab 2025 in Kraft treten. Der M3 der nächsten Generation (interner Code G84) hingegen erhält ein überarbeitetes 3,0-Liter-Aggregat, möglicherweise mit Mild-Hybrid-Unterstützung, um Leistung und Effizienz in Einklang zu bringen.
Der größere 4,4-Liter-V8 bleibt in den Modellen X5 M und X6 M erhalten und garantiert dort weiterhin Spitzenleistungen. In Nordamerika behalten sowohl der M5 als auch der XM ihre aktuelle Motorisierung bei, da die Abgasbestimmungen dort weniger streng sind. BMW bestätigte zudem, dass die Reihensechszylinder (S58) und V8-Motoren (S68) auch in künftigen M-Modellen zum Einsatz kommen – ihr Angebot in Europa wird jedoch schrittweise schrumpfen.
Bei den M Performance-Modellen bleibt der B58-Motor im Einsatz, etwa im Nachfolger des M340i. Die neue 3er-Reihe (G50) führt mit dem M350 eine Variante ein, die mehr Leistung als ihr Vorgänger bietet. Außerhalb Europas plant BMW, die S58- und S68-Motoren bis etwa 2035 ohne größere Einschränkungen weiterzuproduzieren – mit Fokus auf Märkte wie China, Indien und Teile Südostasiens.
Das Unternehmen betont, Verbrennungsmotoren so lange zu bauen, wie es eine Kundennachfrage gibt.
Die Anpassungen bedeuten für europäische Käufer in einigen M-Modellen weniger Leistung, während andere Regionen die volle Motorleistung behalten. BMWs Strategie sichert die Einhaltung der Abgasgesetze, hält Verbrennungsmotoren aber dort am Leben, wo die Vorschriften es zulassen. Die Mischung aus Hybrid-Updates und unveränderten Aggregaten zeigt den Spagat zwischen Tradition und sich wandelnden Standards.






