28 April 2026, 00:39

BNM verlangt radikale Kehrtwende in Energie- und Verkehrspolitik

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung in Zypern von 2010 bis 2022 zeigt, mit blauen und grünen Linien, die verschiedene erneuerbare Energiequellen darstellen.

BNM verlangt radikale Kehrtwende in Energie- und Verkehrspolitik

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik

Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) drängt auf grundlegende Reformen in der Energie- und Verkehrspolitik. Im Mittelpunkt stehen eine stärkere Förderung rein batteriebetriebener Fahrzeuge sowie der Ausbau erneuerbarer Energien. Der Verband argumentiert, dass aktuelle Subventionen für Hybridfahrzeuge gestrichen werden müssten, um den Übergang zu sauberer Mobilität zu beschleunigen.

Laut BNM ist Strom entscheidend für wirtschaftliches Wachstum, eine sichere Energieversorgung und die nationale Unabhängigkeit. Gleichzeitig warnt der Verband, veraltete Vorschriften könnten den Fortschritt bremsen und unnötige Kosten verursachen.

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Komplettneustart für Energie und Verkehr gefordert Der BNM verlangt eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Energie- und Verkehrspolitik. Zu den zentralen Forderungen gehört die Abschaffung von Fördergeldern für Hybridautos zugunsten rein elektrischer Fahrzeuge. Batterieelektrische Antriebe müssten künftig Priorität in der Mobilitätsstrategie haben, betont der Verband.

Thomas Mertens, technischer Vorstand des BNM, begründet dies damit, dass der Umstieg auf Elektrolösungen Deutschlands Abhängigkeit von schwankenden Weltmarktpreisen für Rohstoffe verringern würde. Gleichzeitig unterstreicht Geschäftsführerin Anja Quast die Notwendigkeit klarer Regelungen, um die Energiewende zielgerichtet zu steuern.

Kritik an Bürokratie und Forderung nach fairen Ladelösungen Scharf kritisiert der Verband Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der nach seiner Einschätzung zusätzliche Kosten verursachen könnte. Stattdessen setzt sich der BNM für digitale Lösungen ein, um Prozesse zu beschleunigen. Für mehr Gerechtigkeit im elektrischen Verkehr fordert der Verband einheitliche Preise an öffentlichen und privaten Ladestationen. Zudem verlangt er gesetzliche Ansprüche für Mieter und Arbeitnehmer auf Lademöglichkeiten sowie Anreize für bidirektionales Laden, bei dem Fahrzeuge Strom ins Netz zurückspeisen können.

Erneuerbare Energien und Speicherkapazitäten müssen schneller wachsen Über die Mobilitätswende hinaus treibt der BNM den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien und von Speicherkapazitäten voran. Bestehende Vorteile für Solarstrom sollen erhalten bleiben, während die Rahmenbedingungen für selbst genutzten Strom verbessert werden müssten. Der Verband sieht in der aktuellen Energiekrise einen Beleg dafür, dass Erneuerbare und E-Mobilität mehr Stabilität bieten als fossile Alternativen.

Um den Wandel zu beschleunigen, unterstützt der BNM eine dauerhafte Umweltprämie für die Verschrottung von Benzin- und Dieselfahrzeugen. Zudem spricht er sich für ein Verbot von Verbrenner-Neukäufen im öffentlichen Sektor aus. Diese Maßnahmen würden Deutschland laut Verband zügiger in eine vollelektrische Zukunft führen.

Ziel: Kostensenkung, mehr Energiesicherheit, schnellerer Umstieg Die BNM-Vorschläge zielen darauf ab, Kosten zu senken, die Energieversorgung zu sichern und den Umstieg auf elektrische Mobilität zu beschleunigen. Zu den Kernforderungen gehören der rasche Ausbau Erneuerbarer, fairere Regelungen beim Laden und strengere Grenzen für fossile Fahrzeuge. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie Energie- und Verkehrspolitik in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Quelle