Brandenburg kämpft gegen Rekordzahlen bei rechtsextremen Tendenzen im Jahr 2024
Oliver LinkeVerfassungsschutz hilft 14 Rechtsextremisten beim Ausscheiden - Brandenburg kämpft gegen Rekordzahlen bei rechtsextremen Tendenzen im Jahr 2024
Brandenburg verzeichnet dramatischen Anstieg rechtsextremer Tendenzen – 2024 erreicht Rekordwerte
In Brandenburg hat der Rechtsextremismus stark zugenommen und im Jahr 2024 einen Höchststand erreicht. Die Behörden identifizierten 3.650 Personen mit Bezügen zu entsprechenden Kreisen – fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig setzt das Landesprogramm wageMUT seine Arbeit fort, um Menschen den Ausstieg aus extremistischen Strukturen zu ermöglichen.
Die aktuellen Zahlen zeigen einen besorgniserregenden Anstieg rechtsextremer Aktivitäten. Die 3.650 erfassten Extremisten im vergangenen Jahr stellen die höchste jemals in Brandenburg registrierte Zahl dar. Fast vier von zehn davon wurden als gewaltbereit eingestuft, was Fragen zur öffentlichen Sicherheit aufwirft.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde das Programm wageMUT vor drei Jahren ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Dr. Wilfried Peters bietet es Beratung und Unterstützung für Personen zwischen 15 und über 60 Jahren an, die aus extremistischen Milieus aussteigen möchten. Aktuell erhalten 14 Menschen Hilfe, darunter junge Angehörige gewaltbereiter rechtsextremer Subkulturen. Die Initiative, die vom Brandenburgischen Verfassungsschutz unterstützt wird, konzentriert sich darauf, den Teilnehmenden ein selbstbestimmtes Leben ohne Hass zu ermöglichen. Ziel ist es, sie aus der Extremismus-Szene zu führen und in die Gesellschaft zu reintegrieren.
Der Anstieg des Rechtsextremismus hat Brandenburg auf einen historischen Höchststand gebracht. Mit fast 20 Prozent mehr Fällen als im Vorjahr bleibt wageMUT eine zentrale Anlaufstelle für Ausstiegswillige. Der Freistaat beobachtet die Lage weiterhin genau und fördert Maßnahmen, um den Einfluss extremistischer Strömungen einzudämmen.