17 June 2026, 17:50

Brandenburger Grundschule tritt Courage-Netzwerk bei – AfD-nahe Eltern klagen dagegen

Brandenburg-Schule wird 'Schule ohne Rassismus' trotz Elternwiderstand

Brandenburger Grundschule tritt Courage-Netzwerk bei – AfD-nahe Eltern klagen dagegen

Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Beschluss folgt einer Abstimmung, bei der 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für den Beitritt stimmten – bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent. Doch der Plan stößt auf Widerstand einer Elterninitiative mit Verbindungen zur rechtspopulistischen AfD.

Die Schulleitung hatte den Beitritt zum Courage-Netzwerk vorgeschlagen, wofür eine Zustimmung von mindestens 70 Prozent erforderlich war. Das Ergebnis überstieg diese Hürde deutlich und ebnete der Schule den Weg in das Programm. Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Einrichtung, um die Entscheidung öffentlich zu unterstützen.

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Eine von einem AfD-Mitglied angeführte Elterninitiative stellt den Schritt infrage. Die Gruppe argumentiert, das Netzwerk verstoße gegen Neutralitätsregeln und könnte linke Ideologie in die Klassenzimmer tragen. Sowohl die Schule als auch die Bildungsbehörde wiesen diese Bedenken zurück und betonten, die Arbeit des Netzwerks sei neutral.

Der Initiator der Elterninitiative hat rechtliche Schritte eingeleitet. Vor dem Verwaltungsgericht Cottbus wurde Klage eingereicht mit der Forderung, die Bildungsbehörde müsse einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk prüfen. Der Kläger warnte, eine Bestätigung des Beschlusses wäre ein „negatives Signal für die Demokratie“.

Die Schule wird den Beitritt zum Netzwerk wie geplant vollziehen, nachdem die notwendige Zustimmung vorliegt. Über die Klage wird noch verhandelt. Das Urteil wird zeigen, ob die Bildungsbehörde ihre Haltung zur Teilnahme der Schule neu bewerten muss.

Quelle