Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordschülerzahlen und massivem Lehrermangel
Hubertus CasparBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordschülerzahlen und massivem Lehrermangel
Brandenburgs Schulen stehen vor dem schwersten Lehrkräftemangel ihrer Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Der Haushalt 2025 streicht 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte und verschärft damit eine seit Langem schwelende Krise, die das Personal bereits zu Mehrarbeit zwingt. Der neu ernannte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) übernimmt nun ein System, das nach Jahrzehnten unter sozialdemokratischer Führung an seine Grenzen stößt.
Das Land hatte das aktuelle Schuljahr bereits mit zu wenig Lehrkräften begonnen. Seit dem zweiten Halbjahr müssen Pädagogen eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Dennoch räumte Hoffmann ein, dass er auch für das kommende Jahr keine vollständige Besetzung der für den Lehrplan vorgesehenen Stunden garantieren könne.
Im nächsten Jahr wird Brandenburg nicht nur die höchsten Schülerzahlen seiner Geschichte verzeichnen, sondern auch mit dem größten Lehrkräftemangel konfrontiert sein. Der Haushalt 2025 verschärft die Lage zusätzlich, indem er 345 Vollzeitstellen streicht – wie viele Planstellen ursprünglich vorgesehen waren, bleibt unklar. Die Kürzungen haben landesweite Proteste unter Lehrkräften ausgelöst, die das System bereits jetzt als überlastet bezeichnen.
Hoffmann, der das Bildungsressort erst kürzlich von der SPD übernommen hat, kündigte Reformen an, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern. Doch ob er diese umsetzen kann, bleibt fraglich – angesichts steigender Nachfrage und schrumpfender Ressourcen.
Die Kürzungen bringen Brandenburgs Schulen in eine prekäre Lage. Mit Rekordschülerzahlen und weniger Lehrkräften wird es kaum möglich sein, den grundlegenden Personalbedarf zu decken. Hoffmanns geplante Reformen müssen sich nun mit einer schrumpfenden Belegschaft und wachsendem Druck aus dem Lehrkörper auseinandersetzen.






