07 February 2026, 23:21

Breitachklamm lockt im Januar 2026 über 20.000 Besucher – doch Natur leidet unter Vandalen

Ein altes Foto einer Eishöhle mit Eiszapfen an den Wänden, umgeben von Schnee und Eis, mit gedämpften Farben, die eine friedliche Atmosphäre schaffen.

Breitachklamm lockt im Januar 2026 über 20.000 Besucher – doch Natur leidet unter Vandalen

Die Breitachklamm – ein atemberaubendes Naturjuwel bei Oberstdorf – verzeichnete allein im Januar 2026 über 20.000 Besucher. Die eisigen Formationen im Inneren der Schlucht, die sich über Jahrtausende gebildet haben, sind zu einer beliebten Winterattraktion geworden. Doch jüngste Vorfälle, bei denen Besucher die Natur beschädigt haben, geben Anlass zur Sorge.

Die Entstehung der Klamm begann vor etwa 10.000 Jahren, als der Breitachgletscher den Schrattenkalk des Engenkopfs durchbrach. Seit 1905 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich – eine Initiative des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel, der sich für die Erschließung des Geländes einsetzte. Heute können Besucher die eisige Landschaft auf Rundwegen ab Oberstdorf-Tiefenbach oder vom Kleinwalsertal aus erkunden.

Der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder und gewährt Zugang zu der spektakulären Winterkulisse. Doch ein kürzlich auf Reddit geteilter Vorfall zeigt, wie zwei Kinder mehrere Eiszapfen abbrachen und sogar mit einigen nach unzugänglichen Formationen warfen. Die Eltern sollen nicht eingeschritten sein.

Obwohl die Betreiber der Klamm leichte Schäden bestätigen, sehen sie darin kein flächendeckendes Problem. Das Personal greift ein, wenn übermäßige Zerstörungen am Eis beobachtet werden. Dennoch bleibt die Schlucht mit jährlich rund 300.000 Besuchern ein gefragtes Ausflugsziel.

Auch im Januar 2026 zog die Breitachklamm wieder Tausende an. Die Verantwortlichen beobachten die Schäden, stufen sie aber derzeit nicht als schwerwiegend ein. Vorerst bleibt die Klamm geöffnet und bietet eine einzigartige Kombination aus Naturwunder und familienfreundlichen Winterwanderungen.