Bremer Buchhandlung feiert Minister Weimer mit provokanter Fassade
Ein Buchladen in Bremen steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, nachdem er öffentlich seine Unterstützung für Kulturminister Wolfram Weimer zum Ausdruck gebracht hat. Die Goldene Buchhandlung zeigt nun ein riesiges Porträt des Ministers zusammen mit seinen literarischen Werken. An der Fassade prangen handschriftliche Zitate von ihm, darunter Sätze wie „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ und „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde“.
Am Samstagnachmittag befestigten sechs Personen ein großes Stofftransparent am Giebel der Goldenen Buchhandlung. Das Banner hängt über die gesamte Fassade und ersetzt den bisherigen Slogan des Ladens „Deutschland verrecke bitte“. Die Ausstellung umfasst nun auch Weimers Porträt und seine veröffentlichten Werke.
Die Besitzerin des Buchladens, Ausma Zvidrina, hat erklärt, dass der Laden Weimers Bücher nicht führen werde. Dennoch hat das Geschäft seine neu gewonnene Berühmtheit angenommen. Mittlerweile werden dort Tassen mit dem Aufdruck „Die Goldene Buchhandlung: Empfohlen vom Verfassungsschutz“ verkauft.
Die Buchhandlung war zuvor auf Anfrage Weimers vom Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz überprüft worden. Seither erhielt sie ironischerweise die Auszeichnung als „bester Buchladen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“. Trotz einer früheren Disqualifikation ist sie nun für den Deutschen Buchhandlungspreis nominiert.
Die Goldene Buchhandlung bleibt ein Kristallisationspunkt für Debatten und Satire. Ihre jüngsten Verwandlungen und Nominierungen unterstreichen ihren ungewöhnlichen Platz in den deutschen Kulturdiskussionen. Der Laden zieht weiterhin mit provokanten Aussagen und Merchandise-Artikeln die Blicke auf sich.






