11 January 2026, 19:04

Britische Botschaft in Berlin sucht neuen Sicherheitsdienstleister ab 2026

Eine alte deutsche Familiabank-Postkarte aus Berlin, Deutschland, mit handgeschriebener Text und einem aufgeklebten Stempel, geschätzt auf $600.

Britische Botschaft in Berlin sucht neuen Sicherheitsdienstleister ab 2026

Die britische Botschaft in Berlin aktualisiert ihre Sicherheitsvorkehrungen mit einem neuen Vertrag für private Bewachungsdienste in Deutschland. Das Foreign, Commonwealth & Development Office (FCDO) hat Pläne bekannt gegeben, ab September 2026 einen Anbieter zu beauftragen. Der Schritt folgt früheren Überprüfungen von Sicherheitsverträgen an britischen diplomatischen Standorten in Deutschland.

Das Verfahren begann mit einer Vorabinformation im Jahr 2025, die ursprünglich einen einzigen Vertrag für die Botschaft in Berlin sowie die Konsulate in Düsseldorf und München vorsah. Mittlerweile scheint das FCDO jedoch einen flexibleren Ansatz zu verfolgen und konzentriert sich zunächst auf den Standort Berlin.

Eine offizielle Ausschreibungsbekanntmachung wird im Februar 2026 veröffentlicht, sobald die Phase der Marktanalyse abgeschlossen ist. Zuvor findet am 27. Januar ein digitales Vorab-Informationsgespräch statt, bei dem potenzielle Bieter Fragen stellen und frühzeitig Feedback geben können. Der Vertrag selbst hat ein Volumen von 1,17 Millionen Pfund und läuft über drei Jahre, mit der Option einer Verlängerung bis August 2031. Das FCDO betont, dass sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gute Chancen auf den Zuschlag ausrechnen können. Die Ausschreibung unterliegt den Beschaffungsregeln für Verteidigung und Sicherheit und erfordert vor Ort stationiertes Wachpersonal in der Botschaft. Bisher wurden keine Details bekannt gegeben, welche Unternehmen sich bewerben könnten oder ob die Ausschreibung zu einem späteren Zeitpunkt erneut veröffentlicht wird.

Die aktuelle Bekanntmachung steht im Einklang mit umfassenderen Bestrebungen, die Sicherheitsdienste an britischen diplomatischen Vertretungen in Deutschland zu modernisieren. Dies deutet auf eine abgestimmte Aktualisierung hin und nicht auf eine isolierte Maßnahme.

Der neue Vertrag wird ab September 2026 den physischen Objektschutz in der Berliner Botschaft abdecken. Das Vorgehen des FCDO markiert einen Wechsel von einer einheitlichen Vereinbarung hin zu einem modulareren System. Das auf rund 1,17 Millionen Pfund geschätzte Vorhaben wird ab Februar nächsten Jahres zur Ausschreibung stehen.