Britischer Bausektor zeigt 2024 erste Erholungszeichen nach langem Abschwung
Oliver LinkeBritischer Bausektor zeigt 2024 erste Erholungszeichen nach langem Abschwung
Erholungszeichen im britischen Bausektor zu Beginn 2024
Der britische Bausektor zeigte zu Beginn des Jahres 2024 erste Anzeichen einer Erholung. Sowohl die Umsätze als auch die Neuaufträge stiegen in mehreren Bereichen – ein Wandel nach einer langen Phase des Abschwungs.
Wohnungsbau als Wachstumstreiber Die stärkste Dynamik verzeichnete der Wohnungsbau. Im April 2024 kletterten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,1 Prozent. Auch die Neuaufträge legten im selben Zeitraum um 8,9 Prozent zu – der erste Anstieg nach einem anhaltenden Rückgang.
Im Gewerbe- und Industriebau stiegen die Umsätze im April 2024 um 6,8 Prozent. Die Neuaufträge in diesem Segment erhöhten sich leicht um 2,6 Prozent. Beim öffentlichen Bau wuchs der Umsatz um 5,3 Prozent, während staatliche Auftraggeber 2,2 Prozent mehr Verträge vergaben als noch im März.
Der Tief- und Ingenieurbau trug ebenfalls zum Umsatzwachstum in allen drei Hauptsegmenten bei. Insgesamt nahmen die Neuaufträge im Sektor in den ersten vier Monaten 2024 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Die kumulierten Umsätze von Januar bis April 2024 blieben jedoch auf dem Niveau des Vorjahres.
Materialkosten steigen weiter stark an Die Preise für Bauholz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton zogen weiter deutlich an. Im Mai 2024 lag der Bitumenpreis sogar 31,2 Prozent über dem Vorjahreswert.
Vorsichtige Erholung mit Herausforderungen Die Entwicklung deutet auf eine zaghafte Erholung hin: Wohnungs- und Gewerbebau verzeichneten höhere Umsätze und Aufträge, während der Tiefbau das Gesamtwachstum stützte. Die weiter steigenden Materialkosten bleiben jedoch eine Belastung für die zukünftige Stabilität des Sektors.
