23 January 2026, 19:12

Brosda setzt auf digitale Kompetenzen statt auf Altersgrenzen für junge Nutzer

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Seite, die eine Kursivschrift und eine realistische Illustration von drei jungen Mädchen zeigt, die nebeneinander stehen.

Brosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab - Brosda setzt auf digitale Kompetenzen statt auf Altersgrenzen für junge Nutzer

Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, hat sich gegen Altersbeschränkungen und die Pflicht zur Verwendung von Klarnamen in sozialen Medien ausgesprochen. Stattdessen plädiert er dafür, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen der effektivste Weg ist, um junge Welt im Netz zu schützen. Seine Äußerungen unterstreichen einen Fokus auf Fähigkeiten statt auf strengere Regulierung.

Brosda betonte, dass der Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Plattformen Priorität haben sollte. Er erklärte: "Kompetenzen auszubilden ist der beste Jugendschutz" – und machte damit deutlich, dass Bildung, nicht Einschränkungen, den besten Schutz für junge Nutzer bietet.

Zudem lehnte er verpflichtende Klarnamen-Regelungen für Online-Publikationen ab und argumentierte, diese würden die eigentlichen Probleme nicht lösen. Obwohl er pauschale Altersgrenzen ablehnt, unterstrich er die Bedeutung der Möglichkeit für Behörden, Gesetzesbrecher im Netz identifizieren zu können.

Laut Brosda wären strengere Altersüberprüfungen schwer durchsetzbar und würden die zugrundeliegenden Herausforderungen nicht bewältigen. Sein Ansatz zielt darauf ab, Nutzer zu befähigen, anstatt neue Hürden aufzubauen.

Die Position des Senators verlagert den Schwerpunkt von Regulierung hin zu Bildung. Seine Vorschläge sollen junge Welt mit den Fähigkeiten ausstatten, digitale Räume sicher zu nutzen. Gleichzeitig bleibt es den Behörden möglich, illegale Aktivitäten zu verfolgen – ein Ausgleich zwischen Freiheit und Verantwortung.