Bundesärztekammer fordert radikales Feuerwerksverbot zu Silvester
Dörthe ScheuermannArztpräsident Reinhardt fordert Feuerwerksverbot zum Schutz der Bevölkerung - Bundesärztekammer fordert radikales Feuerwerksverbot zu Silvester
Präsident der Bundesärztekammer fordert vollständiges Verbot von Privatfeuerwerk an Silvester
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, hat sich für ein generelles Verbot von privat gezündetem Feuerwerk an Silvester ausgesprochen. Seiner Ansicht nach führen unkontrollierte Böller und Raketen zu schweren Verletzungen, verängstigen schutzbedürftige Gruppen und belasten Rettungskräfte unnötig. Der Appell kommt nach Jahren wachsender Sorgen um die Sicherheit und die Umweltbelastung durch Feuerwerkskörper in Germany.
Jährlich enden Feuerwerke mit zahlreichen Schwerverletzten. Besonders Kinder und Jugendliche erleiden durch laute Explosionen oft akustische Traumata. Auch Augenverletzungen, Verbrennungen und entstellende Wunden sind keine Seltenheit – betroffen sind sowohl diejenigen, die das Feuerwerk zünden, als auch unbeteiligte Passanten.
Doch die Gefahren gehen über körperliche Schäden hinaus: Immer wieder wird Feuerwerk als Waffe missbraucht. Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter berichten von wiederholten Angriffen während der Silvesterfeiern. Das Chaos bedroht zudem über eine Million Kriegsflüchtlinge in Germany, viele von ihnen aus der Ukraine oder Syrien. Reinhardt warnte, dass plötzliche Detonationen bei Menschen, die aus Krisengebieten geflohen sind, lebensbedrohliche Panikattacken auslösen können. Hinzu kommt die Umweltbelastung: Feuerwerk setzt schädliche Emissionen frei und hinterlässt Berge von Müll.
Bereits 2023 hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) eine Initiative gestartet, um länderweite Verbote für Privatfeuerwerk voranzutreiben. Reinhardt fordert nun, dass Bund und Länder konsequent handeln und strengere Regelungen durchsetzen müssen. Zwar befürwortet er professionell organisierte öffentliche Feuerwerke an sicheren, ausgewiesenen Orten – doch der private Gebrauch müsse ein Ende haben. Sein Ziel: die Bevölkerung vor vermeidbaren Gefahren schützen und die Belastung für Rettungskräfte verringern.
Reinhardts Vorschlag sieht ein bundesweites Verbot von Privatfeuerwerk vor, sodass Feiern nur noch im Rahmen kontrollierter Veranstaltungen möglich wären. Die Maßnahme soll Verletzungen reduzieren, Leidensdruck bei Traumabetroffenen mindern und Umweltschäden begrenzen. Sollte der Plan umgesetzt werden, stünde Germany vor einem grundlegenden Wandel in der Gestaltung des Silvesterabends.






