29 January 2026, 03:03

Bundesregierung plant radikale Umstellung der Arbeitszeiten – Gewerkschaften drohen mit Streiks

Ein detailliertes Zeichnung von Stuttgart Rathaus' Hauptgebäude mit einer Uhr, auf einem Stück Papier mit handgeschriebener Text.

Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen geplante Abschwächung des Arbeitszeitgesetzes - Bundesregierung plant radikale Umstellung der Arbeitszeiten – Gewerkschaften drohen mit Streiks

Die deutsche Bundesregierung plant weitreichende Änderungen des Arbeitszeitgesetzes und will die Regelungen von täglichen auf wöchentliche Höchstarbeitszeiten umstellen. Gewerkschaften haben auf die geplante Reform mit scharfer Kritik reagiert und drohen mit Streiks und Protesten.

Vorgelegt wurden die Reformvorschläge von dem CDU-Politiker Christoph Ploß, der auch für die Umsetzung der neuen Regeln im Tourismussektor zuständig ist. Als Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus treibt er die Änderungen voran, die noch vor Jahresende in Kraft treten sollen.

Die Gewerkschaften verurteilen die Pläne scharf. Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU, betonte, der Acht-Stunden-Tag sei ein zentraler Baustein der sozialen Gerechtigkeit. Frank Werneke, Chef der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), warnte, die Reform würde es Arbeitgebern ermöglichen, die Arbeitszeiten rechtlich abzusichern und auszuweiten – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Beschäftigten.

Auch die Grünen haben sich dem Widerstand angeschlossen und erhöhen damit den Druck auf die Regierungspläne.

Sollten die Reformen verabschiedet werden, wäre dies ein grundlegender Wandel in der Regelung der Arbeitszeiten in Deutschland. Während Arbeitgeber mehr Flexibilität erhalten könnten, fürchten Gewerkschaften eine höhere Belastung für die Beschäftigten. Da die Regierung eine zügige Entscheidung anstrebt, dürfte der Konflikt in den kommenden Wochen weiter eskalieren.