Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse ab 2026
Oliver LinkeBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse ab 2026
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen aus Staaten außerhalb der EU. Ziel ist es, das bisherige Verfahren zu vereinfachen, zu standardisieren und zu digitalisieren.
Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Bei der Abstimmung am Donnerstag erhielt er die Unterstützung der Regierungskoalition sowie der Grünen. Die AfD lehnte das Vorhaben ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Künftig sollen die Bundesländer die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung prüfen. Zudem führt das Gesetz digitale Verfahren ein, um Bürokratie und Verzögerungen zu reduzieren. Bevor die Neuregelung jedoch in Kraft treten kann, bedarf sie noch der Zustimmung des Bundesrates. Geplant ist das Inkrafttreten am 1. November 2026.
Das Gesetz soll die Integration ausländischer Fachkräfte in das deutsche Gesundheitssystem erleichtern. Durch die frühere Sprachprüfung können die Länder die Anerkennung beschleunigen. Bei einer Zustimmung des Bundesrates treten die Änderungen Ende 2026 in Kraft.






