Bundestag stimmt über Milliarden-Deal für Kampfdrohnen der Bundeswehr ab
Hubertus CasparBudgetausschuss genehmigt bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr - Bundestag stimmt über Milliarden-Deal für Kampfdrohnen der Bundeswehr ab
Deutschland steht kurz vor der Genehmigung des Kaufs von Kampfdrohnen für die Bundeswehr. Der Haushaltsausschuss des Bundestags wird am kommenden Mittwoch über den Plan abstimmen. Bei einer Zustimmung sollen die Drohnen bis Ende 2026 an die deutsche Brigade in Litauen ausgeliefert werden.
Das Beschaffungsvorhaben, das zunächst rund 540 Millionen Euro kostet, könnte sich auf bis zu 4,3 Milliarden Euro ausweiten. Zwei deutsche Rüstungsstartups, Stark Defence und Helsing, haben die Aufträge für das Projekt erhalten.
Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, von beiden Unternehmen auch sogenannte Kamikaze-Drohnen zu beschaffen. Diese sollen die Abschreckung gegen Russland entlang der östlichen NATO-Flanke stärken. Die genaue Stückzahl der Drohnen bleibt in den öffentlich zugänglichen Berichten jedoch ungenannt.
Frühe Bedenken gab es wegen der Verbindungen von Stark Defence zu Peter Thiel, einem engen Verbündeten des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Die Beteiligung des Berliner Unternehmens hatte zunächst Vorbehalte bei deutschen Beamten ausgelöst. Später unterstützte die SPD-Fraktion die Beschaffung jedoch, nachdem ihre Einwände ausgeräumt worden waren.
Da nun sowohl die SPD als auch die unionsgeführte CDU/CSU-Fraktion das Vorhaben befürworten, gilt die Zustimmung als sehr wahrscheinlich. Die Drohnen sollen die Bundeswehr-Brigade in Litauen ausstatten und damit Deutschlands Engagement für die regionale Sicherheit unterstreichen.
Die Abstimmung am Mittwoch wird den Drohnenkauf endgültig besiegeln. Bei einer Genehmigung beginnen die Lieferungen voraussichtlich Ende 2026. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung der militärischen Fähigkeiten Deutschlands in Osteuropa.






