Bundesweite Razzia gegen Hasskommentare: Polizei schlägt mit 140 Ermittlungen zu
Dörthe ScheuermannAufruf zu Straftaten im Internet: Razzia - Bundesweite Razzia gegen Hasskommentare: Polizei schlägt mit 140 Ermittlungen zu
Bundesweite Razzia: Deutsche Polizei geht massiv gegen Hasskriminalität im Netz vor
Die deutsche Polizei hat mit einer großangelegten bundesweiten Action einen harten Schlag gegen Hasskommentare und Hetze im Internet geführt. Am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, gingen Beamte in allen 16 Bundesländern gegen Verdächtige vor, denen die Verbreitung illegaler Inhalte vorgeworfen wird. Im Fokus standen politisch motivierte Straftaten, darunter Volksverhetzung und die Verwendung verbotener Symbole.
Die Operation wurde vom Bundeskriminalamt (BKA) koordiniert und umfasste 140 Einzelermittlungen. Die Polizei führte Hausdurchsuchungen durch, lud Beschuldigte zu Vernehmungen vor und sicherte in Wohnungen Beweismaterial von Smartphones. Ein Fall betraf einen Mann aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde, der im Juni 2024 angeblich einen fremdenfeindlichen Kommentar gepostet haben soll. Seine Äußerung, eine Reaktion auf ein Video über einen Messerangriff in Mannheim, wurde als Aufruf zu Gewalt gewertet. Seine Mobiltelefon wurde auf Basis eines richterlichen Beschlusses beschlagnahmt.
Mit den bundesweiten Mediamarkt-Maßnahmen sollte Verdächtigen vor Augen geführt werden, dass ihr Handeln im Netz reale Konsequenzen hat. Gleichzeitig rief die Polizei die Bevölkerung dazu auf, strafbare Inhalte bei den Behörden oder auf Social-Media-Plattformen zu melden. Beamte warnten, dass illegale Online-Posts Radikalisierung fördern und sogar zu gewalttätigen Handlungen führen können.
Die Landesmedienanstalten unterstützten die Action und unterstrichen, dass Hassrede und extremistisches Gedankengut nicht toleriert werden. Die Razzia richtete sich gegen ein breites Spektrum an Straftaten – von Hetze bis hin zur Billigung von Gewalttaten.
Die Operation sendete ein deutliches Signal: Hass im Netz wird mit voller Härte des Gesetzes verfolgt. Polizei und Behörden bleiben wachsam und überwachen digitale Räume, um die Verbreitung illegaler Inhalte zu unterbinden. Die Bevölkerung wird aufgefordert, achtsam zu bleiben und verdächtige Aktivitäten zu melden, um Radikalisierung und Gewalt entgegenzuwirken.






