01 February 2026, 23:25

Butter oder Margarine: Warum das Fettsäureprofil heute über die gesündere Wahl entscheidet

Ein Nahaufnahme eines leuchtend pinken Butterblütenblatts auf dem Boden, umgeben von einer Mischung aus grünen und braunen trockenen Blättern.

Butter oder Margarine: Warum das Fettsäureprofil heute über die gesündere Wahl entscheidet

Die jahrelange Debatte über Butter und Margarine hat eine neue Wendung genommen. Experten konzentrieren sich heute weniger darauf, ob Fette tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind, sondern vielmehr auf ihr spezifisches Fettsäureprofil. Beide Streichfette bleiben kalorienreich – daher ist Mäßigung nach wie vor entscheidend.

Butter enthält reichlich gesättigte Fettsäuren, die bei übermäßigem Verzehr den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen können. Allerdings liefert sie von Natur aus fettlösliche Vitamine wie A, D und E. Margarine hingegen wird meist aus pflanzlichen Ölen hergestellt und ist reich an ungesättigten Fettsäuren, darunter Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Eine Studie aus dem Jahr 2024 deutet darauf hin, dass diese ungesättigten Fettsäuren schädliches viszerales Fett reduzieren können. Manche Margarinesorten enthalten sogar pflanzliche Sterine, die die Cholesterinaufnahme hemmen und den LDL-Spiegel senken. Entscheidend ist die Art des verwendeten Öls: Raps- oder Leinsamenöl bieten bessere Nährstoffvorteile als Palm- oder Kokosfett.

Für Menschen mit Herzerkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen könnte eine hochwertige pflanzliche Margarine die gesündere Wahl sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, den Anteil gesättigter Fettsäuren an der täglichen Kalorienzufuhr unter zehn Prozent zu halten. Unterdessen haben die aktuellen US-Ernährungsrichtlinien ihre Schwerpunkte verschoben und legen trotz früherer Empfehlungen, gesättigte durch ungesättigte Fette zu ersetzen, weniger Wert auf pflanzliche Öle.

Weder Butter noch Margarine sind für alle die eindeutige bessere Option. Die beste Wahl hängt von den individuellen Gesundheitsbedürfnissen und Ernährungszielen ab. Beide sollten aufgrund ihres hohen Kaloriengehalts dennoch nur in Maßen verzehrt werden.