15 May 2026, 18:41

BVG setzt Quantencomputing gegen Personalmangel und spart Millionen ein

Whiteboard mit einer handgezeichneten Cloud-Computing-Diagramm, das Kreise, Quadrate, Pfeile und Textbeschriftungen enthält.

BVG setzt Quantencomputing gegen Personalmangel und spart Millionen ein

Berlins Verkehrsbetriebe BVG kämpft mit innovativem Planungssystem gegen akuten Personalmangel

Bis 2026 werden über 4.300 Mitarbeiter der BVG in den Ruhestand gehen – eine zusätzliche Belastung für den ohnehin schon angespannten Betrieb. Nun wurde eine Lösung auf Basis von Quantencomputing getestet, um Fahrereinsätze zu optimieren und die Kosten deutlich zu senken.

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Im Mittelpunkt des Projekts stand die Einsatzplanung von 150 Busfahrern auf verschiedenen Linien. Die Forscher nutzten einen hybriden Ansatz, der klassische und quantenbasierte Methoden kombiniert, um den Prozess effizienter zu gestalten. Durch den Einsatz von DBSCAN-Clustering identifizierten sie unterschiedliche Fahrerprofile und reduzierten so die notwendigen API-Abfragen während der Planung um 80 Prozent.

Ein sogenannter Uncertainty Adapter ergänzte das System: Er verband einen Isolation-Forest-Anomalie-Detektor mit einem auf Gauß-Prozessen basierenden Nachfrageprognosemodell. Dadurch ließen sich Schwankungen in der Verfügbarkeit der Fahrer und der Fahrgastnachfrage besser berücksichtigen. Selbst individuelle Präferenzen der Fahrer flossen in die Optimierung ein – für praxisnähere Dienstpläne.

Die Tests zeigten: Schon eine bescheidene Effizienzsteigerung von zwei Prozent könnte der BVG jährlich rund 18 Millionen Euro einsparen. Die zugrundeliegende Architektur ist dabei nicht auf den Busverkehr beschränkt – sie ließe sich auch für Schichtplanungen in Krankenhäusern oder die Logistik der letzten Meile nutzen. Innerhalb von nur 24 Monaten entwickelte das Team das Konzept vom Laborstadium (TRL 4) bis zum einsatzbereiten Pilotprojekt (TRL 6) und bewies damit sein reales Potenzial.

Die Auswirkungen sind weitreichend: Angesichts anhaltender Personalengpässe durch freiwillige Kündigungen könnte eine intelligentere Planung die betrieblichen Belastungen mindern – ohne massive Neueinstellungen. Das Pilotprojekt zeigt, wie quantengestützte Optimierung komplexe logistische Herausforderungen lösen kann. Die BVG verfügt nun über ein skalierbares Modell, das sich auch auf andere Branchen mit ähnlichen Personal- und Planungsproblemen übertragen lässt. Angesichts der bevorstehenden Ruhestandswelle könnten solche Innovationen entscheidend sein, um den Service aufrechtzuerhalten – ohne die Kosten explodieren zu lassen.

Quelle