16 February 2026, 07:27

Cannabis-Legalisierung überlastet Behörden in Schleswig-Holstein mit Bürokratie

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Fabrik mit Rauch, der aus ihren Schornsteinen aufsteigt, umgeben von Gebäuden, Bäumen und Menschen, mit dem Text "Marrowbone Lane Distillery" unten.

Elf Cannabis-Clubs im Norden - Land sucht Reformen - Cannabis-Legalisierung überlastet Behörden in Schleswig-Holstein mit Bürokratie

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat in Schleswig-Holstein unerwartete Herausforderungen für die Behörden geschaffen. Das von der CDU geführte Landwirtschaftsministerium des Landes zeigt sich besorgt über den hohen Verwaltungsaufwand, den das neue Cannabisgesetz mit sich bringt. Beamte warnen nun, dass die Umsetzung des Gesetzes die Ressourcen überlastet und dringend Nachbesserungen erfordert.

Seit Juli 2024 sind in Schleswig-Holstein elf gemeinnützige Cannabis-Anbauvereine aktiv. Acht von ihnen bauen die Droge bereits an, fünf haben ihren Mitgliedern bereits über 25 Kilogramm abgegeben. Die Vereine müssen strenge Vorgaben einhalten – etwa zum Jugendschutz, zu Gesundheitsstandards und zur Nichtkommerzialität –, was die Kontrollen zusätzlich erschwert.

Das Ministerium argumentiert, viele Vereine hätten den bürokratischen Aufwand unterschätzt. Dadurch seien die Behörden gezwungen, zusätzliche Zeit in die Prüfung von Anträgen und die Korrektur von Fehlern zu investieren. Die Lizenzierung und Überwachung der Vereine bindet erhebliche Personalkapazitäten und belastet die lokalen Ämter stark.

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Als Reaktion haben Landesbeamte Vorschläge erarbeitet, um die Umsetzung zu vereinfachen. Ziel ist es, das Verfahren praxistauglicher, rechtssicherer und weniger aufwendig zu gestalten. Ein offizielles Schreiben mit den Bedenken soll in Kürze an das Bundesgesundheitsministerium gehen, um Änderungen am Gesetz zu erwirken.

Das CDU-geführte Ministerium lehnt das Cannabisgesetz in seiner aktuellen Form weiterhin ab. Die Behörden in Schleswig-Holstein fordern nun klarere Regelungen, um die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter zu verringern. Ohne Anpassungen könnte der Verwaltungsaufwand weiter steigen, sobald weitere Vereine Lizenzen beantragen.