Caritas verlangt Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen
Oliver LinkeCaritas verlangt Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen
Caritas fordert Klimaschutz-Heizungen in Mietwohnungen als Pflicht
Die Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen verbindlich vorzuschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation warnt, dass explodierende Energiekosten einkommensschwache Haushalte besonders hart treffen. Gleichzeitig fordert sie einen besseren Zugang zu finanzieller Unterstützung und Beratungsangeboten für betroffene Familien.
Laut dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geben Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro rund zehn Prozent ihres Einkommens für Energiekosten aus. Bei Haushalten mit über 5.000 Euro monatlich liegt der Anteil bei unter fünf Prozent. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betont, dass nachhaltige Heizlösungen Mietern langfristig stabile Preise bieten und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß senken würden.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt bereits vor, dass neue Heizungen einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien nutzen müssen: 15 Prozent bis 2029, 30 Prozent bis 2035 und 60 Prozent bis 2040 in Gebieten ohne Wärmeplanung. Vermieter dürfen bis zu acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen, wobei die Mietsteigerung auf maximal drei Euro pro Quadratmeter und Monat über sechs Jahre gedeckelt ist. Die Caritas drängt zudem auf Reformen, um den Zugang zu staatlichen Hilfen wie dem Wohngeld zu vereinfachen.
Die Organisation sieht in der "Wärmewende" – dem Umstieg auf klimaneutrale Heizsysteme – eine Chance, das Klima zu schützen und die Abhängigkeit von globalen Ölmärkten zu verringern. Um den Übergang zu erleichtern, wirbt die Caritas für Angebote wie den "Energie-Check", der einkommensschwachen Haushalten hilft, Kosten zu sparen und die Energieeffizienz zu steigern.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Energiekosten für Mieter zu senken und den Wechsel zu umweltfreundlichen Heizungen zu beschleunigen. Während Vermieter neue Pflichten übernehmen müssten, könnten Mieter langfristig profitieren. Die Caritas besteht darauf, dass bessere Unterstützung und klarere Regeln nötig sind, um Energiearmut zu verhindern.






