CDU-Generalsekretär Linnemann fordert radikalen Bürokratieabbau für Unternehmen
Oliver LinkeCDU-Generalsekretär Linnemann fordert radikalen Bürokratieabbau für Unternehmen
Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, hat einen Drei-Punkte-Plan vorgelegt, um die wirtschaftliche Belastung Deutschlands zu verringern. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und den Druck auf Unternehmen – insbesondere auf kleinere Betriebe – zu verringern. Die Anregungen kommen vor einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Dienstag, bei der neue wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen finalisiert werden sollen.
Linnemann forderte eine sofortige dreijährige Aussetzung aller Dokumentationspflichten für Unternehmen. Er argumentierte, dass zwingende Papierarbeiten Unternehmer unfair als Verdächtige behandelten und unnötigen Stress verursachten. Stattdessen schlug er vor, diese Vorschriften durch das Prinzip "weniger Bürokratie, aber strengere Kontrollen und spürbare Strafen" für Gesetzesbrecher zu ersetzen.
Sein Plan sieht zudem vor, alle noch bestehenden analogen statistischen Meldepflichten auszusetzen, bis eine digitale Alternative eingeführt wird. Dieser Schritt, so Linnemann, würde die Belastung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Betriebe mit weniger als 5.000 Mitarbeitern deutlich verringern.
Darüber hinaus setzte sich Linnemann für die Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes ein. Er schlug vor, es durch EU-weite Regelungen zu ersetzen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit forderte er die Regierung auf, Maßnahmen zu priorisieren, die die wirtschaftliche Position Deutschlands stärken.
Der CDU-Politiker betonte, dass seine Vorschläge den Staat keinen Cent kosten würden. Stattdessen rief er die Ampelkoalition auf, politischen Willen zu zeigen und die Änderungen ohne Verzögerung umzusetzen.
Die CDU/CSU-Fraktion wird am Dienstag über die neuen wirtschaftlichen Entlastungsmaßnahmen beraten und sie finalisieren. Linnemanns Plan zielt darauf ab, den Papierkram zu reduzieren, die Einhaltung von Vorschriften zu vereinfachen und den Fokus auf eine strengere Durchsetzung zu lenken. Falls die Änderungen beschlossen werden, wären tausende Unternehmen im ganzen Land direkt betroffen.






