28 December 2025, 11:43

CDU plant bis zu 30.000 Euro Unterstützung für Familien beim Wohneigentum

Ein h├Âlzerner Bilderrahmen mit einem Haus darin.

CDU will Familien beim Hauskauf unterst├╝tzen - CDU plant bis zu 30.000 Euro Unterstützung für Familien beim Wohneigentum

Die Christlich Demokratische Union (CDU) in Rheinland-Pfalz hat einen Plan vorgelegt, um Familien beim Kauf oder Bau von Wohneigentum zu unterstützen. Dem Vorschlag zufolge könnte eine vierköpfige Familie bis zu 30.000 Euro an Fördergeldern erhalten. Der Landesvorsitzende Gordon Schnieder, Spitzenkandidat der Partei für die anstehende Wahl, unterstützt die Initiative als Maßnahme gegen die steigenden Wohnkosten.

Die CDU sieht in ihrem Konzept gestaffelte Zuschüsse vor: Jeder Elternteil würde 10.000 Euro erhalten, für jedes Kind unter 18 Jahren wären 5.000 Euro vorgesehen. Die Mittel könnten sowohl für den Erwerb einer Bestandsimmobilie als auch für den Neubau verwendet werden. Schnieder schlägt zudem vor, die energetischen Baustandards auf 80 Prozent zu senken, um die Kosten zu drücken. Strengere Vorgaben trieben seiner Meinung nach die Ausgaben unnötig in die Höhe.

Kritik an dem Plan kommt von Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). Er sieht keinen akuten Bedarf für zusätzliche Wohnungsbauhilfen und verweist auf bestehende Förderprogramme. Dazu zählen verdoppelte Zuschüsse und erweiterte Anspruchsvoraussetzungen, die aus seiner Sicht bereits ausreichend Unterstützung bieten. Seine Regierung setzt stattdessen auf kommunale Wohnungsbaugesellschaften statt auf direkte Familienzuschüsse. Schnieder hatte zuvor Forderungen nach einer Abschaffung der Grunderwerbsteuer zurückgewiesen – deren Streichung würde das grundsätzliche Problem der Bezahlbarkeit nicht lösen, so seine Argumentation. Stattdessen betont er, das CDU-Modell biete eine praxisnähere Lösung. Auch der CDU-Abgeordnete Johannes Martin verteidigte den Antrag und hob hervor, dass dieser die finanzielle Belastung von Familien in der Region verringern könnte.

Während die CDU tausende Euro direkte Hilfe für Familien in Aussicht stellt, hält die SPD-geführte Landesregierung an ihren aktuellen Maßnahmen fest. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte er den Zugang zum Wohneigentum in Rheinland-Pfalz grundlegend verändern. Die Debatte dürfte eine zentrale Rolle im kommenden Landtagswahlkampf spielen.