CDU-Politiker Bommert gerät erneut in Kritik wegen Wehrmacht-Video und WhatsApp-Affäre
Oliver LinkeCDU-Politiker Bommert gerät erneut in Kritik wegen Wehrmacht-Video und WhatsApp-Affäre
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, steht nach der Veröffentlichung eines Videos in der Kritik, das eine Veranstaltung mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern zeigt. Der Vorfall folgt auf eine frühere Kontroverse um einen WhatsApp-Status, der bereits zu seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz geführt hatte.
Das Video, das Uniformierte auf historischen Wehrmacht-Fahrzeugen zeigte, war von Bommert zunächst gepostet und später wieder gelöscht worden. Zunächst lehnte er eine Stellungnahme ab. Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz distanzierte sich später von den Inhalten und bezeichnete sie als unangemessen.
Bommert war bereits in den vergangenen Monaten wegen eines WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er unter anderem Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang als seine Lieblingspolitiker aufgelistet hatte. Er räumte ein, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die CDU hatte ihn für den WhatsApp-Vorfall offiziell gerügt.
Die Partei kündigte nun eine interne Prüfung des jüngsten Vorfalls an. Bretz bestätigte, er werde ein persönliches Gespräch mit Bommert suchen, um die Angelegenheit zu klären. In den vergangenen fünf Jahren gab es in der brandenburgischen CDU keine öffentlichen Sanktionen gegen andere Politiker wegen ähnlicher Kontroversen.
Die CDU wird den Vorfall mit dem Video nun intern aufarbeiten. Bommerts künftige Rolle in der Partei bleibt nach zwei getrennten Kontroversen ungewiss. Das Ergebnis des Gesprächs zwischen Bretz und ihm steht noch aus.






