Chako Habekost rockt mit Que Sera, Sera die Bühnen – Satire trifft auf Selbstironie
Oliver LinkeHabekost geht auf Tour - Grenzgänger zwischen Witz und Woke - Chako Habekost rockt mit Que Sera, Sera die Bühnen – Satire trifft auf Selbstironie
Komiker Christian "Chako" Habekost startet mit seiner neuen Tour Que Sera, Sera in Ludwigshafen – und begeistert das Publikum. Der Titel der Show spiegelt eine klassische pfälzische Einstellung wider: "Was sein soll, wird sein. Und wenn es nicht klappt, dann geht's halt anders." Bis Ende 2026 führt die Tournee den Künstler durch Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg.
In seinem neuen Programm setzt sich Habekost mit modernen kulturellen Debatten auseinander – vom Klischee des "alten weißen Mannes" über Diskussionen zu gendersensibler Sprache bis hin zu kultureller Aneignung. Statt Kontroversen aus dem Weg zu gehen, dreht er den Spieß um und verwandelt den "alten weißen Mann" in einen "alten weisen Mann", der sich selbst auf die Schippe nimmt. Die Show beginnt mit einer selbstironischen Darstellung als schuldbewusster Grantler und stellt so die Erwartungen des Publikums auf die Probe.
Für Habekost sollte Comedy Raum lassen, über alles lachen zu dürfen. Doch er beobachtet, dass eine wachsende Überempfindlichkeit dies zunehmend erschwert – dort, wo einst Humor blühte, herrscht nun oft Spannung. Seiner Meinung nach werden Verallgemeinerungen und Übertreibungen, einst klar als komische Stilmittel erkennbar, heute häufig als ernsthafte Vorwürfe missverstanden. Diese verwischte Grenze zwischen Satire und politischer Ernsthaftigkeit steht im Mittelpunkt seines neuen Programms.
Der Komiker wehrt sich auch gegen die Vorstellung, dass allein "alte weiße Männer" für gesellschaftliche Spaltungen verantwortlich seien. Sein Blick gilt vielmehr Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und Hintergründe, die zur Polarisierung beitragen. Mit scharfem Witz und selbstironischem Charme deckt seine Show diese Widersprüche schonungslos auf.
Die Que Sera, Sera-Tournee läuft bis 2026 und bringt Habekosts provokante, doch verspielt-leichtfüßige Auseinandersetzung mit der modernen Kultur auf Bühnen in drei Bundesländern. Das Publikum darf sich auf eine Mischung aus Satire, Gesellschaftskritik und der typischen Fähigkeit des Komikers freuen, über sich selbst zu lachen – und andere dazu einzuladen, es ihm gleichzutun.