23 June 2026, 20:22

Christian Ulmen im Fokus: Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt und Deepfake-Skandal

Ulmen triumphiert über 'Der Spiegel' vor Gericht

Christian Ulmen im Fokus: Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt und Deepfake-Skandal

Schauspieler Christian Ulmen steht wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt unter Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam. In einem separaten Verfahren hat ein Gericht dem Spiegel untersagt, bestimmte Vorwürfe in einem Deepfake-Skandal um Ulmen zu veröffentlichen. Der Fall hat eine breitere Debatte über den Missbrauch von KI und die Regulierung des Internets ausgelöst.

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Das Hanseatische Oberlandesgericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen den Spiegel. Dem Magazin ist es damit verboten, zentrale Behauptungen zu verbreiten, wonach Ulmen mit KI erzeugte gefälschte Pornografie mit seiner Ex-Frau, der Schauspielerin Collien Fernandes, erstellt und geteilt haben soll. Das Gericht sah keine ausreichenden Beweise für diese Vorwürfe.

Das Urteil verbietet zudem die Veröffentlichung von Zitaten aus einer 50 Jahre alten E-Mail, die Ulmen an seinen Anwalt geschickt hatte. Der Inhalt wurde als zu privat eingestuft, um ihn offenlegen zu dürfen. Die Entscheidung gilt als Erfolg für Ulmens Anwaltskanzlei Schertz-Bergmann, die damit eine voreilige öffentliche Vorverurteilung verhindern will.

Trotz der einstweiligen Verfügung darf der Spiegel weiterhin berichten, dass Fernandes Ulmen körperlicher Misshandlung beschuldigt. Der Fall hat auch politische Kreise alarmiert: SPD-Chefin Bärbel Bas und die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang fordern schärfere KI-Regulierungen. Konservative Politiker wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther setzen sich für eine Pflicht zur Klarnamennutzung im Internet ein.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant, das Strafrecht gegen nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes zu verschärfen. Die juristischen und politischen Reaktionen unterstreichen die wachsende Sorge vor digitalem Missbrauch. Unabhängig davon laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der häuslichen Gewalt gegen Ulmen weiter.

Quelle