Cottbus feiert skurrilen Jahresauftakt mit Weihnachtsbaum-Weitwurf der Feuerwehr
Siegrid RöhrichtLausitzer messen sich im Weihnachtsbaumwerfen - Cottbus feiert skurrilen Jahresauftakt mit Weihnachtsbaum-Weitwurf der Feuerwehr
Jedes Jahr im Januar veranstaltet die kleine Stadt Cottbus in der Lausitz einen ungewöhnlichen Wettbewerb: ein Weihnachtsbaum-Weitwurf. Organisiert von der örtlichen Feuerwehr, bringt das Event die Gemeinschaft auf humorvolle Weise zu einem skurrilen Jahresauftakt zusammen. Die Teilnehmer schleudern ausgediente Tannen wie Speere und versuchen, sie so weit wie möglich zu werfen.
Der Wettbewerb findet in Ströbitz statt, wo die Freiwillige Feuerwehr Ströbitz die Regie führt. Die verwendeten Bäume unterliegen strengen Vorgaben: Männer werfen zwei Meter hohe Bäume mit einem Gewicht von 15 Kilogramm, während Frauen 1,80 Meter große Exemplare von 10 Kilogramm nutzen. Jeder Teilnehmer katapultiert seinen Baum mit voller Wucht – ähnlich wie ein Speerwerfer bei einem Leichtathletik-Wettbewerb.
Bei der Auflage 2025 erreichten die besten Würfe etwa acht Meter bei den Männern und fünf Meter bei den Frauen. Der Wettbewerb testet nicht nur Kraft und Technik, sondern gibt den alten Weihnachtsbäumen vor ihrer Entsorgung noch einmal eine sinnvolle Verwendung.
Mittlerweile ist der Wettkampf zu einer lokalen Tradition geworden und bietet eine unterhaltsame und aktive Möglichkeit, das neue Jahr zu beginnen. Durch die Wiederverwertung der ausrangierten Bäume sorgt die Feuerwehr dafür, dass die Veranstaltung umweltfreundlich bleibt und gleichzeitig den Gemeinschaftssinn stärkt. Die Organisatoren planen, den Wettbewerb auch in den kommenden Jahren fortzuführen – und so die skurrile Tradition am Leben zu halten.