06 June 2026, 14:25

CSU-Politikerin Bäder löst mit "privilegierten Studierenden"-Äußerung Debatte aus

Dorothee Mantels Studien

CSU-Politikerin Bäder löst mit "privilegierten Studierenden"-Äußerung Debatte aus

Dorothee Bäder, eine langjährige CSU-Politikerin, löste Ende Mai eine Debatte aus, nachdem sie Studierende in einem Interview als „sehr privilegiert“ bezeichnet hatte. Ihre Äußerungen fielen just in dem Moment, als die Koalition beschlossen hatte, die Wohnkostenpauschale für BAföG-Empfänger von 380 auf 440 Euro anzuheben. Die Aussagen überraschten sowohl Studierende als auch ihre Koalitionspartner.

Bäder trat mit 16 Jahren der CSU bei und stieg schnell in der Partei auf. Mit 23 wurde sie in den Parteivorstand gewählt, und mit 24 zog sie in den Bundestag ein. Parallel zu ihrer politischen Karriere studierte sie Politikwissenschaft in München und später am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin – gefördert durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung.

In dem jüngsten Interview erwähnte sie zwar die geplante BAföG-Erhöhung, argumentierte jedoch, dass ein Job neben dem Studium „keine Tragödie“ sei. Stattdessen bezeichnete sie dies als wertvolle Erfahrung. Ihre Haltung brachte sie in Konflikt mit den vereinbarten Reformen der Koalition.

Die Kritik an den BAföG-Änderungen kommt dabei nicht von den Koalitionspartnern, sondern aus den eigenen Reihen der CSU. Die SPD hingegen bekräftigte trotz Bäders Aussagen ihre Unterstützung für die Reform.

Bäders Äußerungen haben die Spannungen innerhalb der CSU in der Frage der Studienförderung deutlich gemacht. Der Koalitionsplan, die Wohnkostenpauschale anzuheben, bleibt jedoch bestehen. Die SPD hat klar gemacht, dass sie an der Reform festhalten wird.

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