Deutsche Bahn baut Change-Management ab – und spart radikal Stellen ein
Hubertus CasparDeutsche Bahn baut Change-Management ab – und spart radikal Stellen ein
Die Deutsche Bahn löst im Rahmen einer umfassenden Konzernumstrukturierung ihre Abteilung für Change-Management auf. Der Schritt ist Teil des Plans von Vorstandsvorsitzender Evelyn Palla, die Holding-Struktur des Konzerns zu verschlanken und die Kosten zu senken.
Die Change-Management-Abteilung war unter der Amtszeit des früheren Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz eingerichtet worden. Sie beschäftigte rund 50 Mitarbeiter und war darauf ausgerichtet, das Unternehmen durch interne Transformationsprozesse zu begleiten. Das Team verantwortete zudem Kampagnen wie „Bahnsinn Riedbahn“, mit der ein groß angelegtes Sanierungsprogramm beworben wurde.
Einige Führungskräfte der Abteilung galten als „elitäre Technokraten“. Nun werden alle Aktivitäten eingestellt, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Palla strebt an, im Zuge der Sparmaßnahmen etwa 30 Prozent der Stellen in der Konzernholding abzubauen.
Die Umstrukturierung sieht die vollständige Auflösung der Change-Management-Abteilung vor. Dies folgt dem Bestreben, die Abläufe zu vereinfachen und die Ressourcen auf die zentralen Unternehmensfunktionen zu konzentrieren. Von den Kürzungen werden voraussichtlich mehrere Bereiche der Holding-Struktur betroffen sein.






