09 February 2026, 02:59

Deutsche Bahn in der Krise: Gasreserven sinken unter 30 Prozent – und die Kritik wächst

Das Reichstagsgebäude in Berlin, Deutschland, ein großes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, umgeben von Straßenlaternen, Fahrzeugen, Menschen und Bäumen, unter einem bewölkten Himmel.

Deutsche Bahn in der Krise: Gasreserven sinken unter 30 Prozent – und die Kritik wächst

Deutschland steht vor neuen Herausforderungen in den Bereichen Energie und Wohnen, da die Gasreserven der Deutschen Bahn unter 30 Prozent gefallen sind. Der Rückgang hat eine politische Debatte ausgelöst, wobei die Grünen zu dringendem Handeln drängen. Gleichzeitig zielen neue Reformen darauf ab, die finanzielle Belastung von Mietern zu verringern und die Mietpreisbremse zu verschärfen.

Eine aktuelle Studie des Pharmakonzerns Roche zeigt unterdessen Fortschritte bei der Behandlung von Multipler Sklerose, während die Deutsche Bahn wegen einer umstrittenen Werbekampagne in die Kritik gerät.

Die deutschen Gasvorräte der Deutschen Bahn sind auf unter 30 Prozent gesunken – ein alarmierendes Signal vor dem Winter. Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Wirtschafts- und Energieausschusses des Bundestags, um die Lage zu besprechen. Seit 2022 hat Deutschland Maßnahmen ergriffen, um die Energieversorgung zu sichern, darunter der Bau von sechs LNG-Terminals bis 2024, die Einführung einer Gaspreisbremse sowie verbindliche Speicherziele von 90 Prozent bis November.

Die Bundesregierung treibt zudem den Ausbau erneuerbarer Energien voran: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 sieht vor, dass bis 2030 80 Prozent des Stroms aus Ökostrom stammen sollen. Allerdings produzierten Windkraftanlagen 2025 weniger Strom als im Vorjahr – trotz gestiegener Kapazitäten – was auf ungünstige Wetterbedingungen zurückzuführen ist. Um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken, werden der beschleunigte Kohleausstieg und Förderprogramme für Wärmepumpen vorangetrieben.

Im Wohnungssektor hat das Bundesjustizministerium Reformen vorgeschlagen, um Mieter finanziell zu entlasten und Obdachlosigkeit vorzubeugen. Der Gesetzentwurf sieht strengere Mietpreisbremse vor und verlegt mehr Verantwortung auf Vermieter.

In der Gesundheitsbranche zeigt eine aktuelle Roche-Studie, dass der Wirkstoff Fenebrutinib bei Patienten mit primär progredienter Multipler Sklerose das Fortschreiten von Behinderungen verlangsamt. Die Ergebnisse wecken Hoffnungen auf bessere Therapieoptionen.

Unterdessen gerät die Deutsche Bahn wegen einer aufwendigen Werbekampagne mit der Komikerin Anke Engelke in die Schusslinie. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, die Kampagne sei realitätsfremd angesichts der anhaltenden Probleme im Bahnbetrieb.

Der Rückgang der Gasreserven der Deutschen Bahn setzt die Politik unter Handlungsdruck. Die geplanten Wohnungsreformen könnten das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern verändern, während die Roche-Forschung einen wichtigen Schritt in der MS-Therapie darstellt. Die Werbekontroverse der Deutschen Bahn verschärft indes die ohnehin bestehenden Herausforderungen des Konzerns. Mit Blick auf den nahenden Winter bleiben die Energiepolitik der Regierung ein zentrales Thema.