Deutsche Wirtschaft leidet unter Lieferengpässen und schwacher Nachfrage
Dörthe ScheuermannDeutsche Wirtschaft leidet unter Lieferengpässen und schwacher Nachfrage
Die Geschäftenlage in Deutschland hat sich verschlechtert, wie die neuesten Daten des ifo Instituts zeigen. Lieferkettenprobleme und geopolitische Spannungen belasten die Unternehmen zunehmend – besonders die Bau- und die Industriebranche spüren die Auswirkungen. Die Erkenntnisse stammen aus den April-Umfragen unter Leitung von Klaus Wohlrabe, dem Forschungsbereichsleiter des Instituts für diesen Bereich.
Im April berichteten 9,2 % der Unternehmen von Störungen bei der Materialversorgung, vor allem bei Rohstoffen. Diese Engpässe haben sich weiter verschärft und setzen die Betriebe in mehreren Sektoren unter Druck.
Zudem äußerten die Firmen wachsende Skepsis gegenüber den künftigen Aussichten. Auch ihre Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechterte sich. Gleichzeitig nannten 43,8 % der befragten Unternehmen weiterhin unzureichende Aufträge als großes Problem – ein Wert, der im Vergleich zu den Vormonaten unverändert blieb.
Der Wohnungsbau steht vor zusätzlichen Herausforderungen durch die geopolitische Unsicherheit. Die Stornierungsrate lag mit 10,8 % nahezu unverändert, was auf eine anhaltende Instabilität der Nachfrage hindeutet.
Die April-Umfrage des ifo Instituts unterstreicht die schwierigeren Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft. Lieferengpässe, schwache Auftragsbücher und wachsende Unsicherheit setzen den Unternehmen zu. Die Daten spiegeln eine breite Abkühlung wider, ohne dass sich in den Schlüsselsektoren kurzfristig eine Erholung abzeichnet.






