Deutschland baut Grenzkontrollen an Dänemark aus – doch bringen sie wirklich etwas?
Hubertus CasparDeutschland baut Grenzkontrollen an Dänemark aus – doch bringen sie wirklich etwas?
Polizei will nicht im Regen stehen
Bauarbeiten an der dänischen Grenze laufen – SSW befürchtet dauerhafte Verschärfung rechtlich fragwürdiger Kontrollen
- November 2025, 06:31 Uhr
Deutschland baut seine Grenzkontrollinfrastruktur an der dänischen Grenze weiter aus. An wichtigen Übergängen wie Kupfermühle in Harrislee entstehen derzeit neue Zelte und Container. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, damit gegen EU-Recht zu verstoßen – ohne dass der Nutzen solcher Maßnahmen belegt wäre.
An der deutsch-dänischen Grenze hat der Bau von Unterkünften für Beamte während der Kontrollen begonnen. Ein großes Zelt und drei Container sollen in Kupfermühle als Einsatzzentren dienen; ähnliche Einrichtungen sind für Ellund und entlang der Bundesstraße 5 geplant. Das Bundesfinanzministerium stellt für das Projekt rund 100.000 Euro bereit.
Deutschland und Dänemark hatten 2016 als Reaktion auf die dänische Initiative Grenzkontrollen wieder eingeführt. Offizielle Stellen betonen, die neuen Bauten dienten lediglich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen – nicht der Ausweitung oder Verschärfung der Checks. Bisher gibt es jedoch keine Daten, die belegen, dass die Kontrollen ihre Ziele erreichen.
Trotz anhaltender Debatten über Rechtmäßigkeit und Wirksamkeit sollen die Einrichtungen bald in Betrieb gehen, finanziert aus Bundesmitteln. Belege dafür, dass die Grenzkontrollen tatsächlich funktionieren, liegen weiterhin nicht vor.
