15 January 2026, 10:31

Deutschland schickt 13 Soldaten nach Grönland – Scholz reagiert auf Trumps Annexionspläne

Eine alte Postkarte mit einem violetten "Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg II"-Stempel und handgeschriebener Text.

Union und Grüne begrüßen Einsatz deutscher Soldaten in Grönland - Deutschland schickt 13 Soldaten nach Grönland – Scholz reagiert auf Trumps Annexionspläne

Deutschland wird 13 Soldaten nach Grönland entsenden, um die Bedingungen für mögliche militärische Unterstützung zu prüfen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump eine Annexion des dänischen Gebiets ins Spiel gebracht hatte. Bundeskanzler Olaf Scholz sieht sich mit Forderungen konfrontiert, die Angelegenheit mit Washington zu klären.

Das deutsche Militärmandat zielt darauf ab, die regionale Sicherheit zu stärken – mit besonderem Fokus auf die maritime Überwachung. Sowohl die konservative Unionsfraktion als auch die Grünen unterstützen die Entsendung und betonen deren Bedeutung.

Die Verteidigungsexpertin der Grünen, Sara Nanni, forderte Scholz auf, Trump vor Drohungen gegen die territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands zu warnen. Sie bezeichnete den Einsatz als Zeichen der Solidarität mit Dänemark. Unterdessen begrüßte Thomas Erndl von der CSU den Schritt und unterstrich, dass Europa zwar die Sicherheitsbedenken der USA ernst nehmen müsse, einseitige Aktionen Trumps jedoch ablehne. Die Entscheidung spiegelt die breite Besorgnis in Europa über Trumps frühere Äußerungen zu Grönland wider. Deutschlands Engagement signalisiert einen abgestimmten Ansatz, um die Stabilität in der Arktisregion zu festigen.

Das 13köpfige Team soll bewerten, wie Deutschland zur Sicherheit Grönlands beitragen könnte. Die Ergebnisse könnten die künftige militärische Zusammenarbeit mit Dänemark prägen. Der Einsatz unterstreicht Berlins Entschlossenheit, externen Druck auf das autonome Territorium entgegenzuwirken.