DGB fordert vor der Landtagswahl mehr Ausbildungsplätze und Tarifschutz in MV
Siegrid RöhrichtDGB fordert Ausbildungs-Offensive vor Landtagswahl - DGB fordert vor der Landtagswahl mehr Ausbildungsplätze und Tarifschutz in MV
DGB stellt Forderungen an Politik in Mecklenburg-Vorpommern vor Landtagswahl
Vor der anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine Reihe von Forderungen an die Politik gerichtet. Im Mittelpunkt stehen Ausbildungsförderung, Unternehmenspolitik und Arbeitsplatzsicherheit – Bereiche, die nach Ansicht der Gewerkschaft dringend Aufmerksamkeit benötigen. Auch Unternehmen der Region haben in einer aktuellen Umfrage steigende Kosten und Fachkräftemangel als zentrale Herausforderungen benannt.
In seiner jüngsten Initiative fordert der DGB die Einführung eines "solidarischen Ausbildungsbeitrags", um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass zu wenige Betriebe ihre Auszubildenden nach dem Abschluss übernehmen und junge Arbeitnehmer:innen so ohne langfristige Perspektive zurücklassen. Zudem verlangt der DGB eine Ausweitung der Gesetze zur Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen, um Lohndumping zu verhindern.
Ein weiteres Anliegen ist der bessere Schutz vor Kita-Schließungen. Der DGB warnt, dass Versorgungslücken in der Kinderbetreuung den Fachkräftemangel weiter verschärfen könnten. Zudem plädiert die Gewerkschaft für eine "aktive Unternehmenspolitik", die Arbeitsplätze in Schlüsselsektoren sichern soll.
Eine separate Befragung von fast 900 Unternehmen zeigt derweil, dass die Arbeitskosten als größtes Risiko für das Wirtschaftswachstum gelten. Hohe Energie- und Rohstoffpreise folgen dicht darauf, während auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und eine schwache Binnennachfrage Sorgen bereiten. Der Fachkräftemangel landet auf Platz fünf der Herausforderungen – ein Zeichen für die anhaltenden Engpässe auf dem Arbeitsmarkt.
Die Forderungen des DGB kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen zunehmend über steigende Ausgaben und Rekrutierungsschwierigkeiten klagen. Sollten der vorgeschlagene Ausbildungsbeitrag und strengere Tarifregelungen umgesetzt werden, könnten sie die Einstellungspraxis im Land grundlegend verändern. Die Wahl wird zeigen, wie diese Themen in den kommenden Jahren angegangen werden.






